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iAntiVirus: Neuer Virenscanner für Privatanwender kostenlos

26.06.2008 | 13:32 Uhr |

Kostenlos für Privatanwender ist die neue Sicherheitssoftware iAntiVirus, die der Münchner Hersteller PC Tools soeben als Betaversion vorgestellt hat. Sie rüstet für den Fall der Fälle gegen Viren, Trojaner und ähnliche Schädlinge, aber auch gegen Spyware.

Um gleich einmal mit der Tür ins Irrenhaus zu fallen: Dieser Artikel dreht sich nicht um die Frage, ob man am Mac einen Virenscanner benötigt. Denn das ist eine dieser endlosen Diskussionen, auf die es - zum Glück - noch keine eindeutige Antwort gibt. Da keiner weiß, ob es morgen Viren und Trojaner für den Mac geben wird, kann auch keiner wissen, ob sich heute schon der Einsatz eines Scanners lohnt. Ist das nicht eine verkehrte Welt, wenn jemand einen Suchmaschinismus immer weiter verbessert, sich aber freut, wenn dieser nichts findet? Die Aufgaben von Sicherheitssoftware sind vorwiegend präventiv und ein Risiko besteht immer - wie groß das ist, muss jeder selbst abschätzen. Die Neuerscheinung iAntiVirus ist für Privatanwender kostenlos und so lohnt sich in jedem Fall ein Blick in den Rachen des geschenkten Gaules: Dieser scannt sowohl im Hintergrund als auch manuell ganze Festplatten auf einmal und ist auf Mac-Schädlinge spezialisiert. Da iAntiVirus keine Windows-Schadsoftware erkennt und beseitigt, geht das Scannen schnell von der Hand und benötigt nur wenig Ressourcen. Sie wirkt zudem klar strukturiert und ist einfach zu bedienen. Es würde allerdings genügen, wenn die Software nur in der Menüleiste auftauchte und sie nicht noch Platz im Dock wegnähme. Entdeckt die Software bei ihrer automatischen Suche im Hintergrund eine Infektion, so isoliert sie betroffene Dateien und stellt Schädlinge unter Quarantäne. Wie viele Schadprogramme iAntiVirus erkennt, schreibt der Hersteller nicht. Zwar wirft er mit relativen Werten um sich: "Bei 38 Prozent der entdeckten Malware handelte es sich um Keylogger, 30 Prozent waren Hacker-Tools, elf Prozent Backdoors und nur zwei Prozent Viren." Absolute Zahlen - wie viel Malware für den Mac gibt es - liefert er aber keine. Der macnews.de-Redaktion ist nicht bekannt, dass es jemals einen Virus für Mac OS X in freier Wildbahn gegeben hätte. Ein Selbstversuch: Der Redaktionsrechner, der diesen Text produziert, ist eine wahre Dreckschleuder. Wer daran arbeitet, muss schließlich so viel wie möglich herunterladen und installieren - er soll ja wissen, über was er schreibt. Würde viel Spyware für den Mac im Internet kursieren, auf diesem Redaktionsrechner fände sich sicher was. Ein kurzer Test allerdings zeigt: "Objects scanned: 29034, Objects clean: 29034, Objects infected: 0." Von Viren ganz zu schweigen. iAntiVirus ist für Privatanwender kostenlos, Geschäftskunden zahlen pro Lizenz 29,95 Euro. Die Betaversion ist als Download rund 3 Megabyte groß und setzt Mac OS X 10.5 voraus, derzeit spricht sie nur Englisch.

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