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iBook gewinnt in Elektrosmog-Test

27.04.2004 | 13:37 Uhr |

Die Zeitschrift "Ökotest" hat Notebooks auf Elektrosmog-Abstrahlung getestet, als Maßstab diente die schwedische TCO-Verordnung für Bildschirmarbeitsplätze.

Von den acht getesteten Modellen blieb nur Apples iBook in allen Kategorien unter den TCO-Grenzwerten und erhielt als einziges Notebook die Note "sehr gut". Ökotest vergab des weiteren nur dreimal "befriedigend", dreimal "ausreichend" und Dells Inspiron 510m bekam sogar "mangelhaft".
Im Bereich der hochfrequenten elektrischen Wechselfelder lag die Konkurrenz bis zu zehnfach über der Norm, egal ob Akku- oder Netzbetrieb.
Bei den niederfrequenten Wechselfeldern erreichten die Notebooks nur im Akku-Betrieb unbedenkliche Werte, im Netzbetrieb lagen die Messwerte von Apples Mitbewerbern 40-fach über dem Richtwert.

Am Ende des Artikels warnt Ökotest vor WLAN als Elektrosmog-Quelle, aber dass WLAN gesundheitlich bedenklich ist, versuchten diverse Forschergruppen mit ihren Experimenten zu widerlegen. So hat unter anderem die Universität Bremen im Jahr 2001 das Nova-Institut in Fürth mit der Strahlungs-Vermessung des WLAN-Uni-Netzes beauftragt. Da Nova - wie viele andere Experten - die deutschen gesetzlichen Grenzwerte für zu hoch hält, galten Novas eigene Grenzwerte als Maßstab, die nur ein Hundertstel des gesetzlichen Grenzwertes betragen. Ergebnis: Die Gebäudevermessung des Uni-Funknetzes ermittelte im Ausnahme-Maximalfall 2,5 Prozent des Nova-Richtwertes, meistens blieb die Belastung gar im Tausendstel-Prozent-Bereich. Anders sieht es bei WLAN im Notebook selbst aus: in 10-20cm Abstand zur WLAN-Karte konnte Nova zweistellige Prozentzahlen messen oder im Extremfall bei bestimmten Kopfhaltungen den Nova-Grenzwert sogar überschreiten.
Bei normalem Nutzungsabstand (60 cm) fällt der Wert allerdings rapide auf 3,15 Prozent ab.
Da Netz-Vollast, was als Basis sämtlicher Messungen diente, bei der Nutzung nicht die Regel ist, verringert sich die Belastung bei Normalanwendungen noch zusätzlich. WLAN dürfte besonders in Relation zu weit stärkeren Strahlungsquellen wie DECT-Schnurlostelefonen oder Handys als gesundheitlich weit gehend unbedenklich einzustufen sein.

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