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iCal: Mehr als ein Terminkalender

22.07.2008 | 14:28 Uhr |

Aus dem einstigen Mac-Terminkalender iCal ist inzwischen eine komplette Systemtechnologie geworden - mit entsprechenden Folgen für den Anwender

Übersicht: Obwohl iCal immer mächtiger wird, ist die Oberfläche relativ übersichtlich geblieben. Einzelne Elemente lassen sich auch ausblenden.
Vergrößern Übersicht: Obwohl iCal immer mächtiger wird, ist die Oberfläche relativ übersichtlich geblieben. Einzelne Elemente lassen sich auch ausblenden.
Termin-Infos: Neben dem eigentlichen Termin lassen sich Ort, Erinnerung mit und ohne Ton, Zeit und Zeitzone festlegen.
Vergrößern Termin-Infos: Neben dem eigentlichen Termin lassen sich Ort, Erinnerung mit und ohne Ton, Zeit und Zeitzone festlegen.

Viele Anwender nutzen Entourage für die Verwaltung von Terminen, Aufgaben und Adressen. Seit einiger Zeit unterstützt Entourage die Mac-OS-X-Systemservices. Über "Einstellungen > Synchronisierungsdienste" in Entourage kann man das Programm dazu veranlassen, seine Daten automatisch mit Adressbuch und iCal abzugleichen. Der Benutzer kann also weiter mit Entourage arbeiten, da ab sofort alle Daten auch in den beiden Apple-Programmen vorliegen und den Systemdiensten zur Verfügung stehen. Wer etwas auf sich hält, verwendete vor noch nicht allzu langer Zeit für die Verwaltung von Adressen, Terminen und Notizen einen Filofax, ein mehr oder weniger sinnreich aufgebautes Notizbuch mit Kalendarium und Adressbuch. Inzwischen zeigt man damit, wie weit man dem technischen Fortschritt hinterherhinkt, ein Blackberry oder, noch besser, iPhone muss es schon sein, PDAs etwa von Palm sind auch schon wieder out. Neben dem Vorteil, nicht jedes Jahr einen neuen Organizer kaufen zu müssen, kommen weitere hinzu: Man kann die Daten mit dem Mac abgleichen, jederzeit ändern und sich an Termine erinnern lassen. Doch auch damit ist man schon nicht mehr auf dem neuesten Stand der Möglichkeiten. Vernetzung lautet nicht nur im Berufsleben die Devise - es gilt auch für den eigenen Kalender. Ob man ihn nun im Internet veröffentlicht, ihn über das Firmennetz anderen zugänglich macht oder ihn nur mit seinen nächsten Freunden austauscht, entscheidend ist, dass aus der einst privaten Merkhilfe ein Instrument der Kommunikation geworden ist - mit allen Vor- und Nachteilen.

Offene Standards in Cal

Noch unter Mac-OS X 10.4 fristete iCal ein reichlich isoliertes Dasein. Termine mit einem mobilen Gerät abzugleichen, war, wenn es denn klappte, das höchste der Gefühle. Erst mit Mac-OS X 10.5 erhob Apple iCal zu einem kompletten System-Framework, das sich sowohl ins Mac-OS als auch in andere Systeme einfügt. Mit iCal Server steht nun auch eine Lösung bereit, mit der Arbeitsgruppen zentral Termine und Ressourcen verwalten können. iCal nutzt dafür einen Standard für die Datenverwaltung, iCalendar-Standard genannt, erkennbar am Datei-Suffix ".ics" eines exportierten Kalenders. Da iCalender ein industrieweiter, öffentlich verfügbarer Standard ist, verstehen sich auch viele andere Terminverwaltungssysteme auf das Format, auch plattformübergreifend. Daten lassen sich also einfach austauschen.

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