942054

iCal-Server im Eigenbau

16.09.2005 | 15:41 Uhr |

Ein iCal-Server bietet die Möglichkeit, Kalender anderer Benutzer zu abonnieren oder eigene zur Verfügung zu stellen. Diesen Service kann normalerweise nur nutzen, wer über ein kostenpflichtiges .Mac-Abonnement bei Apple verfügt – oder einen eigenen Server hat.

Der Online-Service basiert im Wesentlichen auf einem Web-DAV-Server, auf dem Dateien und Verzeichnisse liegen. iCal bietet eine direkte Schnittstelle zum .Mac-Angebot. Benutzer können zum Beispiel ihren Terminkalender aus iCal veröffentlichen, andere Benutzer via Internet diesen Kalender abonnieren. Die WebDAV-Erweiterung beschert Ihnen die Möglichkeit, Apples Kalendersoftware iCal zum Groupware-Tool „aufzubohren“. Das Programm lässt sich auch so einstellen, dass es in festgelegten Intervallen nach Aktualisierungen der abonnierten Kalender sucht. Wer einen Kalender veröffentlicht, muss hier praktischerweise auch keine zusätzliche Arbeit investieren, da Veränderungen automatisch auf den Server übertragen werden.

WebDAV am Mac

WebDAV ist eine Erweiterung des Webserver-Protokolls HTTP, ein WebDAV-Server nutzt zum Beispiel Apache als technische Basis. Während unter Mac-OS X 10.4 Server WebDAV einfach per Knopfdruck gestartet werden kann, muss man unter der handelsüblichen Client-Version zunächst ein wenig Arbeit investieren. Zum einen sind zwei Module in der Apache-Konfigurationsdatei einzuschalten, dann gilt es, Benutzer und Passworte in speziellen Ordnern anzulegen und zu nutzen.

Das Terminal und der Texteditor Nano sind hier unumgängliche Werkzeuge. Um die Arbeit zu erleichtern, haben wir alle Befehlsketten in eine Textdatei eingegeben, die sie hier laden können. Zur Einrichtung des WebDAV-Servers öffnen Sie die Datei „WebDAV“ mit einem Texteditor (TextEdit) und kopieren die Befehle, wie im Workshop gezeigt, in das Terminal. Die Einrichtung Ihres iCal-Servers auf WebDAV-Basis sollte in etwa 15 Minuten erledigt sein. Wenn Sie die Kalender nicht nur im lokalen Netzwerk zur Verfügung stellen, funktioniert die Lösung natürlich auch über das Internet – mit Dynamic DNS ( www.dyndns.org ) dann sogar über eine weltweit erreichbare Internet-Adresse.

0 Kommentare zu diesem Artikel
942054