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Bloomberg: iCloud killt den PC

09.06.2011 | 07:33 Uhr |

iCloud ist nicht nur ein neuer Service Apples sondern zentraler Bestandteil einer neuen Strategie, wie Apple-CEO Steve Jobs am Monat in der Keynote zur WWDC erklärte

Hatte man vor zehn Jahren noch den Mac als "digitalen Hub" eingeführt, der Zentralinstanz für digitale Geräte aller Art sein sollte, wird der Mac nunmehr zu einem Gerät degradiert, das gleichwertig mit iPad und iPhone am neuen Verteilerzentrum, der Cloud, hängt. Die Auswirkungen der iCloud beschränken sich aber nicht auf den Mac, von der neuen Philosophie betroffen sind ebenso das einst den PC-Markt als Quasimonopolist beherrschende Microsoft und der größte PC-Hersteller Hewlett Packard, die in der Cloud-Landschaft ihre Dominanz einbüßen.

"Der PC wird das augenscheinlichste Opfer der Cloud-Revolution," erklärt der ehemalige Apple-Ingenieur Steve Perlman dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg. "Das weiß Apple," fügt der heutige Chef des Online-Spiele-Anbieters Onlive Inc. hinzu. Apple wird die Degradierung des PC, wie sie Jobs am Montag erklärte, wenig ausmachen, meint der Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster. iCloud, das nur mit iOS und OS X Lion funktioniert, erhöhe die Chance, dass Kunden in Apples Ökosystem blieben. Diesen Fokus auf die eigenen Geräte könnten hingegen Anbieter von Cloud-Services wie Dropbox und Google nutzen, um im Unternehmensbereich ihre Dienste schmackhaft zu machen, da sie mit unterschiedlichen Geräten funktionieren, prognostiziert der Salesforce-CEO Marc Benioff.

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