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iCloud-Hack 2014: Zweiter Täter bekennt sich für schuldig

04.07.2016 | 13:46 Uhr |

In der Causa zu den veröffentlichten Promi-Nacktfotos gibt es offenbar zwei Täter. Der zweite Hacker hat sich für schuldig bekannt.

Am Freitag hat sich der 26-jährige Edward Majerczyk aus Chicago des Internet-Betrugs für schuldig erklärt. Das FBI hat vor Gericht bewiesen, dass sich Majerczyk von seinem iPad aus und unter auf seinen Namen registrierter IP-Adresse in die fremden Konten eingeloggt hat. Der 26-Jährige hatte den Zugang zu den rund 300 fremden Konten, ungefähr dreißig davon gehörten Prominenten. Majerczyk hat Phishing-Mails verschickt, darin hat er sich als ein Mitglied von Apples oder Googles Sicherheits-Team ausgegeben und den Empfänger aufgefordert, auf den mitgeschickten Link zu klicken. Wer auf die Masche rein fiel und die Daten auf der gefälschten Seite ausfüllte, sah sein Konto später kompromittiert.

Promi-Nacktfotos stammen nicht aus der iCloud-Lücke

Ein ähnliches Beuteschema hat ebenfalls der erste Täter im Fall iCloud-Hack – Ryan Collins – benutzt ( Macwelt berichtete ). Collins stand bereits Mitte März vor Gericht und hat sich ebenso für schuldig erklärt. Nach Angaben vom FBI haben die beiden Männer unabhängig voneinander gehandelt. Edward Majerczyk drohen maximal fünf Jahre Haft, die Washington Times berichtet über einen Deal, den die beiden Seiten am Freitag geschlossen hätten. Demnach kann Majerczyk für achtzehn Monate ins Gefängnis gehen. Nach wie vor sind die Personen nicht bekannt, die die erbeuteten Fotos ins Netz gestellt haben, den beiden Angeklagten Collins und Majerczyk konnte nur der Zugang zu den fremden Konten nachgewiesen werden, nicht aber die Veröffentlichung der Bilder.

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