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Der iCloud-Hacker von 2014 erklärt sich für schuldig

16.03.2016 | 10:59 Uhr |

Im September 2014 sind Nacktfotos vieler weiblicher Hollywood-Stars veröffentlicht worden, viele vermuteten eine iCloud-Lücke.

Vor weniger als zwei Jahren sind in einschlägigen Foren Nacktbilder zahlreicher weiblicher Hollywood-Stars erschienen. Die Veröffentlichung sorgte für Wirbel, denn dabei waren unter den Stars Größen wie Jennifer Lawrence und Kirsten Dunst. Zudem war ziemlich schnell klar, dass die Fotos von mehreren iPhones stammten – Apple geriet auch unter den Beschuss.

Nun kommt der Fall vor Gericht. Der verantwortliche Hacker hat jedoch einen Deal mit den Klägern geschlossen und sich kurzerhand für schuldig erklärt. Der 36-jährige Ryan Collins aus Pennsylvania hat laut einer Pressemitteilung des zuständigen Gerichtes seit November 2012 und bis September 2014 die Prominenten im Netz ausspioniert und ihnen Phishing-Mails angeblich von Apple und Google geschickt. Sehr viele der Opfer sind darauf reingefallen und haben ihre Apple- und Google-IDs sowie die passenden Passwörter eingegeben. Insgesamt hat Collins die Zugänge zu 50 iCloud-Konten und 72 Google-Konten erbeuten können. Mit den Daten konnte sich der 36-Jährige in fremden E-Mail-Accounts einloggen und nach persönlichen Infos sowie Fotos suchen. In manchen Fällen gab er ebenfalls zu, ein spezielles Programm genutzt zu haben, das erlaubt, komplette Backups herunterzuladen.

Obwohl sich Collins für schuldig des Konten-Knackens erklärt hat, haben die Ermittler immer noch nicht herausgefunden, wer genau die Nacktfotos der Prominenten ins Netz gestellt hat. Eine Verbindung zu Collings gibt es offenbar nicht. Dem US-Amerikaner drohen momentan bis zu fünf Jahre Haft und 250.000 US-Dollar Strafe . Als Gegenleistung zum Deal wollen die Kläger jedoch auf 18 Monate Haft plädieren. Der Deal ist jedoch für die Gerichtentscheidung nicht bindend.

Aus den Ermittlungen zu den Promis-Nacktfotos wird ebenfalls klar, dass die iCloud-Lücke in der App "Mein iPhone suchen", die gleichzeitig mit der Veröffentlichung bekannt wurde, mit dem Hack nichts zu tun hatte. Apple hatte in einer Stellungsname die Zusammenhänge dementiert.

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