1451168

Schmutzige Cloud: Apple widerspricht Greenpeace

19.04.2012 | 07:07 Uhr |

Apple hat Behauptungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace widersprochen, nachdem der Mac-Hersteller sein Rechenzentrum in North Carolina überwiegend mit "schmutzigem" Strom aus Kohlekraftwerken betriebe.

icloud_com_09
Vergrößern icloud_com_09

Greenpeace hatte in seinem Report "How Clean Is Your Cloud" die Energieversorgung der Rechenzentren mehrerer Cloud-Betreiber untersucht und behauptet, Apple würde sein Rechenzentrum in Maiden nur mit zehn Prozent Strom aus regenerativen Energien betreiben. Apple hat dem nun widersprochen und gesagt, 60 Prozent des im Rechenzentrum aufgewendeten Stroms werden aus regenerativen Quellen kommen, auf dem Gelände selbst errichtet Apple Solarstromanlagen und ein Brennstoffzellenkraftwerk. Dies sei der höchste Wert in der gesamten Branche. "Wir glauben, dass dieses Vorbild-Projekt Maiden zum grünsten je gebauten Rechenzentrum machen wird," behauptet das Unternehmen. Greenpeace habe zudem einen Rechenfehler in seinem Report, unter Volllast nehme das Rechenzentrum nur 20 Megawatt elektrische Leistung auf und nicht 100 Megawatt wie Greenpeace behauptet.

Besser weggekommen sind in dem Greenpeacebericht Facebook und Google. Facebook kassierte Lob für sein Rechenzentrum in Schweden, das komplett aus erneuerbarer Energie gespeist werde, Google für seine Transparenz in Sachen Energieverbrauch und Verpflichtung zu regenerativen Quellen. Amazon und Microsoft hingegen würden zu sehr auf "schmutzige" Energie zurückgreifen. Twitter kassierte von Greenpeace die schlechtesten Noten.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1451168