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iCloud: Verbraucherschutz kritisiert Apples Lizenz-Vereinbarungen

16.05.2014 | 08:08 Uhr |

Der Verbraucherschutz aus Norwegen hat sich die Lizenz-Vereinbarungen von Apple in Bezug auf iCloud vorgeknöpft. Herausgekommen sind jede Menge Kritik, die nun von der EU-Kommission genauer überprüft werden soll.

Durch eine Umfrage des Verbraucherschutz kam heraus , dass etwa 40 Prozent der Konsumenten in Norwegen auf das Angebot der Cloud-Dienste zurückgreifen. Kaum jemand von diesen Nutzern liest sich nach eigener Angabe die Lizenz-Bedingungen durch oder versteht diese vollumfänglich. Der Vertrag selbst umfasst mal eben 8.600 Wörter. Hier sind nicht sehr viele Rechte für den Anwender niedergeschrieben, allerdings sind einige Klauseln zu finden, die den Verbraucherschützern zufolge teilweise rechtswidrig seien. Beispielsweise hat Apple durch den Vertrag die Möglichkeit, den Vertrag jederzeit zu kündigen, ohne dass der Nutzer überhaupt darüber informiert werden muss, was nach §22 des norwegischen Markting Acts nicht erlaubt ist. Nun wird sich eine Gruppe aus Experten der EU-Kommission den Lizenz-Bedingungen der Cloud-Dienste von Apple annehmen und diese 8.600 Wörter genauer überprüfen. Nun bleibt abzuwarten, ob Apple möglicherweise mit Strafen oder Abmahnungen zu rechnen hat. Allerdings wird die Prüfung noch einige Wochen oder sogar Monate andauern und es könnte sein, dass Apple zwischenzeitlich die Vereinbarung insofern abändert, dass dem Unternehmen aus Cupertino doch keine Strafe blüht.

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