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iCloud wird angeblich einige Funktionen von Mobile Me übernehmen

14.06.2011 | 16:59 Uhr |

Der Stichtag kommt am 30.06.2012: Dann wird Mobile Me komplett abgeschaltet

iCloud Kalender
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© Apple

Apple hat bis jetzt mit der iCloud-Ankündigung mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet - zu deutlich sind die Unterschiede in der Funktionalität zwischen Mobile Me und dem Nachfolger. Dienste, die Steve Jobs in der Verbindung mit iClound auf WWDC 2011 nicht erwähnt hat, werden höchstwahrscheinlich abgeschaltet. So hat letztes Wochenende ein MobileMe-Nutzer seine E-Mail-Korrespondenz mit Apples CEO bezüglich iWeb veröffentlicht. Die Antwort auf die Frage, ob er sich nach einem neuem Hoster statt iWeb umsehen soll, war wie immer lakonisch: "Ja". Macrumours bestätigen, dass die Header-Dateien der besagten E-Mail auf Jobs als Absender hindeuten. Es ist nicht unüblich, dass Steve Jobs auf einige Fragen der Mac-Community antwortet. Er hat auch in der Vergangenheit bestätigt, dass er sich persönlich um ein Teil seiner Korrespondenz kümmert.

Heute sind neue Hinweise auf Funktionalitäten in iCloud aufgetaucht. So ist es einem iOS-Nutzer gelungen, eine Einladung an sich selbst unter iOS 5 zu schicken. Die Einladung ist mit den aktuellen MobileMe-Benachrichtigungen identisch, führt aber bereits ein iCloud-Logo und ist auf dem iCloud -Domain gehostet.

Apples Geheimhaltung in Sachen iCloud kann unterschiedliche Gründe haben. Die iCloud -Funktionen wie Kalender oder Kontakte waren von den Entwicklern angedacht, sind aber wahrscheinlich zum Zeitpunkt der WWDC 2011 nicht ausgereift. Mit dem Start von iCloud steht Apple unter dem Druck: die Vorgängerversion ist einer der wenigen Flops des Mac-Herstellers in den letzten Jahren. Die technischen Probleme mit Synchronisation oder Adressbuch-Einträgen am Anfang haben MobileMe zu einem nicht gerade vorteilhaften Ruf verholfen, das Jahresabo in Höhe von 79 Euro und kostenlose Konkurrenz wie Dropbox haben auch zu der Popularität des Dienstes nicht beigetragen. Nun will Apple alles anders und besser machen: iCloud ist kostenlos, bietet eine einfache Synchronisation von Apps, eBooks und Musik. Es ist auch wahrscheinlich, dass im nächsten Schritt Streaming der Inhalte statt Downloads angeboten wird.

Info: Macrumours

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