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iTunes in der Cloud: Apple angeblich zur Vollzug

20.05.2011 | 11:27 Uhr |

Apples Cloudservice für iTunes steht laut Cnet unmittelbar vor dem Start. Im Gegensatz zu Amazon und Google hat Apple angeblich Lizenzvereinbarungen mit der Musikindustrie schließen können.

iTunes 10
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Mit dem britischen Major-Label EMI hat Apple laut Cnet in dieser Woche ein Lizenzabkommen über Musik in der Cloud geschlossen, mit Time Warner bestehe schon länger eine derartige Vereinbarung. Verhandlungen mit Universal und Sony BMG stünden unmittelbar vor dem Abschluss. Apple könnte damit in Kürze einen Cloud-Musik-Service mit Inhalten aller großen vier Labels anbieten. Google und Amazon haben derzeit noch keine Vereinbarungen mit der Musikindustrie, deren Clouddienste sind daher nichts weiter als Online-Speicher für die private Musiksammlung, die man erst hochladen muss, um sie per Streaming auf einem mobilen Gerät hören zu können. Wenn Apple jedoch schon den Kauf von Musik in der Cloud anbieten kann, wäre es lizenzrechtlich wohl kein Problem, den Kunden alle bereits im iTunes Store gekauften Titel aus der Cloud auf iPhone und iPad zu streamen.

Apple hatte im Dezember 2009 den Streaming-Service Lala übernommen, der nun Kernstück von iTunes in der Cloud werden könnte. Von Lala stammt die Methodik "Scan and match": Anstatt den Anwender zu zwingen, über Stunden seine Musikbibliothek auf einen entfernten Server zu schaufeln, sucht eine Software nach gekauften Titeln auf der Festplatte des heimischen Rechners und bietet dieselben auch per Streaming an. Die technischen Voraussetzungen für das iTunes-Streaming hat Apple mit einem neuen Rechenzentrum in North Carolina geschaffen.

Cnet vermutet, dass Apple den Dienst zu Beginn der Entwicklerkonferenz WWDC am 6. Juni anbieten wird. Wahrscheinlich sei auch eine Abogebühr für den Cloudservice, die Höhe ist noch unbekannt.

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