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iDVD 2 nur für Mac-OS X

02.11.2001 | 00:00 Uhr |

Apples DVD-Authoring-Software für Einsteiger iDVD 2 wird es nur noch für Mac-OS X geben. Damit hat der Mac-Hersteller einen weiteren wesentlichen Teil seines Paradigmenwechsels vollzogen.

München/Macwelt - Ab sofort liefert Apple alle neuen Power Macs G4 mit Superdrive zusammen mit iDVD 2 aus. Die kostenlose DVD-Authoring-Software hatte Steve Jobs im Rahmen seiner Keynote zur Macworld Expo New York im Juli erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Gegenüber der Vorgängerversion wartet iDVD 2 mit zahlreichen Neuerungen auf. So beträgt die maximale Projektlänge nun 90 Minuten anstatt einer Stunde und aus digitalisierten Bildern lassen sich Slide-Shows zusammenstellen und mit einer Soundspur hinterlegen. Als die wichtigste Innovation dürfte jedoch der Zugriff auf die Multitasking-Fähigkeiten von Mac-OS X sein: Apple verspricht, dass man das Projekt im Hintergrund bereits kodieren kann, während man noch daran arbeitet. iDVD 2 wird es auch deswegen nur noch für Mac-OS X ab Version 10.1 geben.

Zum Preis von 29 Euro inklusive Mehrwertsteuer sollen spätestens ab Montag Anwender von iDVD 1 im deutschen Apple-Store eine Upgrade-DVD bestellen können. Der US-Apple-Store hat diese Bestellmöglichkeit bereits eingerichtet, da auch in Frankreich am gestrigen 1. November Feiertag war, ziehen die von dort aus koordinierten europäischen Apple Stores erst nach. Auf die DVD hat Apple außer der Authoring-Software auch zahlreiche neue Themes für die Oberflächengestaltung der selbst gebrannten DVD-Rs gelegt, allein deren Datenmenge soll rund 1 GB betragen. Die versprochene kostenlose Downloadversion des Programms ohne Themes ist bis dato noch nicht online verfügbar. pm

Kommentar:


Apple hat sich ein weiteres Stück von seinem klassischen Betriebssystem entfernt, iDVD 2 wird es nur noch für Mac-OS X geben. Während das am 10. November erscheinende iTunes 2 auch noch in einer klassichen Variante verfügbar sein wird, macht für das DVD-Authoring-Tool der ganze Schritt in die neue Welt von Mac-OS X eindeutig Sinn. Nur das multitasking-fähige Unix-Derivat ermöglicht es dem Heimanwender, umfangreiche DVD-Projekte zu erstellen, ohne seinen Rechner stundenlang mit Kodierungsaufgaben zu blockieren. Neue Rechner liefert Apple seit geraumer Zeit ohnehin mit einem vorinstallierten Mac-OS X aus, Besitzer des fast ein Jahr alten ersten Rechners mit "Superdrive" sollten den Systemwechsel nicht scheuen, wenn sie die neuen Funktionen von iDVD nutzen wollten.
Anders verhält sich die Sache mit iTunes 2. Der iPod dürfte sich auch mit der klassichen Version von Apples neuer Jukeboxsoftware bestens vertragen, während die ältesten Firewire-Macs nicht unbedingt die geeignete Hardware-Basis für Mac-OS X darstellen.
Dennoch ist es nur noch eine Frage von Monaten, dass Apple ausschließlich Lösungen für seine neue Systembasis anbieten wird. Dann wird sich auch die Classic-Umgebung langsam in nichts auflösen.
Peter Müller

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