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Von Peter Müller - 08.02.2012, 07:02

iFixit: iPad 2 HD statt iPad 3?

Die Website iFixit, berühmt für ihre "Tear-Downs" von Apple-Produkten und daraus abgeleiteten Reparaturanleitungen hat in jüngster Vergangenheit bei der Prognose neuer Apple-Produkte meist richtig gelegen. So sahen die mache von iFixit etwa richtig voraus, dass Apple aufgrund des noch hohen Stromverbrauchs der Chips in das iPhone vom letzten Herbst keine LTE-Unterstützung bringen werde, dass das iPad 2 zwar schneller werde als sein Vorgänger, aber keinen höher auflösenden Bildschirm haben würde, war vor gut einem Jahr ebenso eine richtige Prognose. Unsere Schwesterpublikation CIO.com hat nun mit iFixit-Chef Kyle Wiens über seine Erwartungen an das kommende iPad gesprochen und dabei einige interessante Antworten erhalten. So rechnet Wiens damit, dass Apples das Modell von 2012 nicht iPad 3 nennen werde, sondern iPad 2 HD. Die Bildschirmauflösung werde nun zwar größer, Wiens rechnet mit einer Vervierfachung der Pixel, doch werde Apple womöglich noch nicht den Quad-Core-Chip A6 in das iPad einbauen - schließlich gelte es bei zunehmendem Wettbewerbsdruck auch noch über den Preis konkurrenzfähig zu bleiben. Den Grafikchip müsse Apple für das mögliche "Retina-Display" verbessern, ein Quad-Core-Prozessor werde sicher bald im iPad arbeiten, Wiens könne aber noch nicht sagen, ob das bereits mit dem für März erwarteten Modell der Fall sein werde.
Das nächste iPad werde im Formfaktor dem aktuellen Modell ähneln, Wiens hofft aber, dass Apple seinen Angriff auf das Bildungswesen mit einem leichter zu reparierenden Tablet begleiten werde. Wie iFixit herausgefunden hat, lässt sich das Glas des iPad 2 praktisch nicht ersetzen, was beim Orignal-iPad aber noch möglich war. Schulen und Universitäten hätten gelernt, die im Vergleich zum iPad weit robusteren Macbooks zu reparieren, wenn sie an ihre Schüler und Studenten nun verstärkt iPads als Lehrmaterial ausgeben, müssten sie diese auch besser warten können. Zumindest Glas und Batterie sollten sich leichter austauschen lassen, hofft Wiens.
Von Apple erwartet er in den nächsten Jahren Durchbrüche bei der augmented reality - und damit völlig neue Lösungen: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir in zehn Jahren noch Telefone in unseren Taschen herumtragen. Wir werden etwas anderes haben, womöglich in unsere Brillen eingebettet." Schon in Kürze sieht Wiens jedoch Siri auf das iPhone 4 - und womöglich auch das iPad von 2012 kommen. Apple habe die Technik bisher von iPhone 4 ferngehalten, da es einen zu großen Ansturm auf seine Rechenzentren befürchtete. Technisch sei Siri auch ohne Weiteres mit dem iPhone 4 zu machen, Apple baut zudem seine Infrastruktur aus: Neben einem zweiten Rechenzentrum in North Carolina soll Apple angeblich auch in Oregon bauen wollen.
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