2135004

iFixit zerlegt iMac Retina 4K und Peripherie

19.10.2015 | 13:05 Uhr |

Den neuen iMac mit 21,5-Zoll-Monitor kann an sich nur die Fachwerkstatt reparieren, befinden die Experten von iFIxit.

Während wir in unserem Testcenter dem neuen iMac Retina 4K auf den Zahn fühlen und das hochauflösende Display vermessen, hatten die Kollegen von iFixit nichts besseres zu tun, als das schöne neue Gerät gleich zu zerlegen . Das geschieht aber nicht ohne Grund, die Spezialisten für Reparaturanleitungen wollten wissen, wie gut sich der neue iMac und die dazu gelieferte neue "Magic"-Peripherie reparieren lässt.

Das Ergebnis lässt aufhorchen: Den iMac wird der engagierte Laie ebenso schwer reparieren wie die Batterie von Tastatur und Maus selbst austauschen können. Noch wichtiger: Die einmal gewählte Konfiguration des Fusion Drive lässt sich nicht mehr aufrüsten, auch der RAM ist fest mit dem Logicboard verlötet. Ratsam ist es also, gleich beim Kauf an die maximal benötigte Menge von Storage zu denken, will man den iMac über Jahre hinweg im Einsatz behalten. Auch lässt sich die 24-GB-SSD in der Konfiguration mit einem 1-TB-Fusion-Drive nicht aufrüsten, wer 128 GB SSD wünscht, muss zur 2-TB-Konfiguration greifen, für die weitere 240 Euro Aufpreis anfallen. Dem iMac Retina 4K fehlt ein Connector auf dem Logic Board. Dass der Prozessor auch fest aufgelötet ist und sich nicht tauschen lässt, daran hat man sich in den letzten Jahren gewöhnt, Prozessorupgrades im Eigenbau sind für Macs längst kein Thema mehr. Ebenso von den Vorgängermodellen seit 2012 gewohnt: Glas und LC-Bildschirm sind fest miteinander verklebt. Das macht den iMac zwar dünner, Reparaturen aber teurer. Das vernichtende Urteil von iFixit zur Reparaturfähigkeit des iMac Retina 4K: 1 von 10 Punkten.

Mit den neuen Peripheriegeräten Magic Mouse 2, Magic Trackpad 2 und dem Magic Keyboard verzichtet Apple auf austauschbare Batterien, die fest verbauten Akkus lädt man via Lightning mit Strom vom Rechner auf. Das soll der Umwelt helfen, indem weniger Akku-Müll anfällt, hat aber auch Nachteile. So sind die Komponenten der Maus fest verklebt, sollte der Akku spürbar nachlassen, ist eine neue fällig. Die Maus lässt sich übrigens nicht benutzen, solange sie lädt, das hat vor allem Designgründe, aber auch einen praktischen: Ist sie dem Lightning-Ladekabel mit dem Rechner verbunden, könnte sie mit einer Kabelmaus verwechselt werden, fürchtet Apple. Immerhin soll der Ladevorgang nur zwei Minuten in Anspruch nehmen, damit die Maus wieder neun Stunden lang durchhält. Schadet aber gewiss nicht, eine USB-Maus oder eine Magic Mouse der ersten Generation in Reserve zu halten...

Anders als die Maus lässt sich die Tastatur auch während des Ladevorgangs nutzen und etwas leichter reparieren, iFixit vergibt 3 von 10 Punkten. Der Akku ist zwar mit festen Klebestreifen fixiert, lässt sich aber mit etwas Aufwand lösen, andere Komponenten sind fest verklebt. Beim Magic Trackpad 2 fällt die Taptic Engine auf, die Apple auch in iPhone 6s und iPhone 6S Plus verbaut. Auch der Akku hat beinahe die Dimension der Batterie der jüngsten iPhone-Generation und hält 2024 mAh Ladung bereit.

Besser aufrüsten als der 21,5-Zöller lässt sich der iMac Retina 5K mit seinem 27-Zoll-Display . So bietet der Händerl OWC etwa Aufrüstkits für die magere SSD-Ausstattung an, nach Erkenntnissen von OWC verträgt das große iMac-Modell auch bis zu 64 GB RAM, die sich nachrüsten lassen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2135004