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iLoo doch kein Aprilscherz

15.05.2003 | 11:28 Uhr |

In der Posse um die Pläne des Microsoft- Onlinedienstes MSN, eine mobile Toilettenstation mit Internetanschluss auf den Markt zu bringen, hat der Softwaregigant am Mittwoch erneut eine Kehrtwende vollzogen.

Am Montag hatten Firmen- Sprecher in den USA noch behauptet, das "iLoo" sei nur ein April- Scherz der britischen Microsoft-Niederlassung gewesen. Am Mittwoch bezeichnete eine Unternehmenssprecherin in London "iLoo" als "nicht ernst gemeinte Marketing-Initiative" ("tongue-in-cheek marketing initiative") aus Großbritannien. Die für einen "spezifischen Mark" entwickelte Initiative habe im Zusammenhang mit Plänen für interaktive Parkbänke ("MSN Park Bench") oder Liegestühle ("MSN Deckchair") gestanden. "Nach einer  Überprüfung haben wir uns entschieden, mit diesem Projekt nicht weiterzumachen." Die Sprecherin entschuldigte sich dafür, dass eine Pressemitteilung veröffentlicht wurde, noch bevor über das Programm entschieden worden war, und für die Konfusion, die mit der Mitteilung ausgelöst wurde. Die Ankündigung der mobilen Internet-Toilette "iLoo"hatte weltweit Schlagzeilen gemacht - und in den Diskussionsforen im Internet eine Welle des Spotts über Microsoft ausgelšst. Im Zusammenhang mit der "iLoo"-Posse kritisierten am Mittwoch Medien in den USA scharf die Informationspolitik von Microsoft. Die "Seattle Times" schrieb: "Microsoft hat nun ein Glaubwürdigkeitsproblem." Der Analyst Matt Rosoff sagte dem "Seattle Post-Intelligencer": "Die fehlende Kommunikations-Koordination ist ein bekanntes Microsoft-Problem, aber dies erscheint mir besonders seltsam."

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