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iMacs teurer - iPod und Cinema Display größer

21.03.2002 | 11:31 Uhr |

Wenig Neues brachte Apple-CEO Steve Jobs zur Keynote der Macworld Expo Tokyo mit. Immerhin sollen die neuen iMacs jetzt in "Massen" verfügbar sein, wenn auch zu einem höheren Preis.

München/Macwelt - Mit einigen wenigen Neuigkeiten im Gepäck hat Steve Jobs in der Nacht die Macworld Expo in Tokyo eröffnet. Wie bereits von Insidern vermutete, ging Steve Jobs zunächst auf Liefer- und Herstellungsprobleme des neuen iMac ein. Zwar könne man mittlerweile von einer 'Massenauslieferung' sprechen, 5.000 Geräte gehen laut dem Apple-CEO derzeit täglich an Händler und Distributoren heraus. Die gestiegenen Preise für LCDs und Speicherbausteine machten es aber notwendig, die Preise anzuheben. Alle iMac-Modelle kosten jetzt jeweils 100 Dollar mehr und sind in Deutschland für 2.029, 2.261 und 2.667 Euro zu haben. Bereits eingegangene Bestellungen liefert Apple jedoch zu den originalen Preisen aus. Apple-Vize Phil Schiller warb um Verständnis, die RAM-Preise hätten sich seit Januar verdreifacht und die Kosten für LCDs seien um 25 Prozent angestiegen. Andere Hersteller würden mit abgespeckten Konfigurationen die Preise nur verdeckt erhöhen.

Mehr Bildschirm


Ganz und gar nicht abgespeckt hat Apple seine Monitor-Reihe, sondern um ein Gerät erweitert. Dabei hat der Mac-Hersteller jedoch nicht den Erwartungen entsprochen, die Lücke zwischen seinem 22-Zoll-Cinema-Display und dem 17-Zoll-TFT zu schließen. Stattdessen hat Steve Jobs ein neues Cinema-Display mit 23 Zoll Bildschirmdiagonale vorgestellt. Mindestsystemvoraussetzung für den neuen High-End-Monitor ist Mac-OS 9.2.2 respektive Mac-OS X 10.1.3. Daten und Strom bekommt der TFT über Apples proprietäre ADC-Schnittstelle. Für die Grafikkarte lautet die Mindestanforderung Geforce 2MX von Nvidia. Weitere kompatible Grafikkarten sind die Geforce 3, Geforce 4 MX/Titanium oder die ATI Radeon 7500. Ältere ADC-Karten dürften nach Macwelt-Einschätzungen kein Bild auf dem 23-Zöller erzeugen können. Der neue Monitor mit der Standardauflösung von 1920 zu 1280 und 11,5 Kilo Gewicht. kostet 4987 Euro. Die Helligkeit liegt laut Apple bei 200 cd/m2, der Kontrast soll 350 :1 betragen. Steve Jobs sieht das Cinema Display mit 23 Zoll als Arbeitsgerät fürKreative, die mit Final Cut Pro Content für High-definition Television (HDTV) produzieren.

Ergänzung zu Airport


Apple will in sein neues Betriebssystem Mac-OS X die Funktechnologie Bluetooth integrieren. Während seiner Keynote führte Steve Jobs erstmals Bluetooth auf einem Mac vor. Im Gegensatz zu Airport, das mit seiner Datentransferrate von bis zu 11 Mbps die Einbindung des Mac in drahtlose Netzwerke erlaubt, soll Bluetooth dazu dienen, den Rechner mit einer Reihe von digitalen Geräten wie PDAs oder Mobiltelefonen kommunizieren zu lassen. Apple sei der erste Hersteller gewesen, der in seine Computer Ethernet, USB, Firewire und Airport integriert habe, nun wolle man erstmals eine Bluetooth-Schnittstelle präsentieren, die "auch tatsächlich funktioniert und leicht zu handhaben ist", betonte Jobs. Auf seinem Server will Apple ab April seine Bluetooth-Software in einer Betafassung zur Verfügung stellen, ein USB-Gerät, das Macs mit einer Bluetooth-Schnittstelle versorgt, bietet der Mac-Hersteller für 69 Euro inklusive Mehrwertsteuer an.

2000 Songs und 100 Adressen auf dem iPod


Ein wenig überrascht hatte sich Apple bisher vom Erfolg des MP3-Players iPod gezeigt und nun ein Modell mit einer Kapazität von 10 GB nachgeschoben. Das 5-GB-Modell ist weiterhin zum alten Preis im Handel, während der neue iPod im deutschen Apple Store ab sofort für 695 Euro bestellbar ist. Zunächst nur im US-Apple-Store lässt sich der MP3-Player personalisieren, auf Wunsch graviert Apple zum Aufpreis von 49 Dollar mit einem Laser den Namen des Käufers oder einen frei gewählten Spruch auf das weiße Gehäuse. In Deutschland wird Apple diesen Service ab Mai zum Preis von 60 Euro anbieten.
Dritthersteller hatten bereits vor Wochen mit einer Software den iPod als PDA "missbraucht". Apple will nun seinerseits das Feld keinen Fremden überlassen und bringt selbst eine kostenlose Software heraus, die den iPod zur Adress-Datenbank erweitert. Bis zu 1000 Namen und Adressen sollen sich damit auf dem MP3-Player speichern lassen. Ein Newton-Nachfolger dürfte damit nur in kühnsten Fantasien einiger Fans noch Platz haben. Die Adress-Software bietet Apple zum kostenlosen Download unter www.apple.com/ipod an. Mindestvoraussetzung sind Mac-OS 9.2 respektive Mac-OS X 10.1 und iTunes in der ebenfalls neuen Version 2.0.4.
pm/sw

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