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Russische Firma will Hardwareverschlüsselung des iPhone geknackt haben

26.05.2011 | 07:19 Uhr |

Die russischen Sicherheitsexperten von Elcom Soft behaupten, die Hardwareverschlüsselung des iPhone geknackt zu haben

Elcomsoft iPhone Password Breaker
Vergrößern Elcomsoft iPhone Password Breaker

Diese bietet Apple seit dem im Juni 2010 erschienenen iOS 4 an: Data Protection verspricht, einige der Daten auf einem iOS-Gerät mit dem Standard AES 256-Bit zu verschlüsseln. Eine entsprechende Datei auf iPhone und iPad ist damit mit einem eigens erstellten Schlüssel geschützt, der aus der UDID des Geräts berechnet wurde. Mit der Technologie lassen sich alle iOS-Geräte ab Baujahr 2009 schützen, wenn auf ihnen iOS 4 installiert ist.

Elcom Soft will die Technologie anhand der Schwäche des Passwortschutzes geknackt haben, Apple verlangt mindestens eine vierstellige PIN , so sind nur 10.000 Möglichkeiten gegeben. Mit Bruteforce-Methoden sei das iPhone in zehn bis vierzig Minuten geknackt, sind längere Schlüssel im Einsatz, bei denen Brute-Force-Methoden versagen, sei aber mit vom iOS angelegten Escrow Keys, wie sie etwa iTunes nutze, ein Weg zum Knacken angelegt. Im August vergangenen Jahres hatte Elcom Soft bereits eine Möglichkeit gefunden, verschlüsselte iPhone-Backups auf Mac oder PC zu öffnen.

Was Elcom Soft mit seinem Wissen über Data Protection anfangen will, erklärt der CEO des Unternehmens Vladimir Katalov. Man wolle nicht, dass dieses in falsche Hänge gerate und wolle daher nur staatlichen Behörden, Geheimdiensten oder Forensikern Zugang zu der Technologie verschaffen. Die Software Phone Password Breaker, die in der Lage ist, das Dateisystem von iOS 4 zu knacken, bietet die Firma dem ausgewählten Kundenkreis für rund 130 US-Dollar an. Eie Elcom Soft seine Kunden identifizieren will, lässt das Unternehmen im Unklaren.

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