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Apple übernimmt Verantwortung für Karten-Desaster

28.09.2012 | 10:56 Uhr |

Ein nicht näher bekannter Apple-Insider hat dem Kolumnisten der New York Times, David Pogue, gegenüber eingeräumt, dass Apple die alleinige Verantwortung für die von den Nutzern teils hämisch kritisierte App Karten trage.

"Das gehört uns, wir organisieren die Anbieter. Die ist niemanden anderes Problem als unseres," erklärte der Apple-Mitarbeiter. Die App greife auf Petabyte von Daten zurück, die zu 99 Prozent korrekt seien.

David Pogue, sonst in seinen Artikeln eher Apple freundlich, kritisiert den iOS-Hersteller harsch . Bei einem Datenvolumen von mehreren Petabyte würde selbst eine Fehlerrate von einem Prozent "eine große Menge Fehler" bedeuten. Und weiter: "Karten ist eine entsetzliche erste Version" und "die peinlichste, am schlechtesten nutzbare Software, die Apple je veröffentlicht hat." Pogue kritisiert vor allem die Fehler in den "Points of Interest", die vor allem außerhalb der USA auftreten. Zudem fehlen ihm Googles Streetview und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr, für die Apple extra Apps aus dem App Store empfehle. Die App sei zwar elegant und attraktiv gestaltet und der Routenplaner ein echter Gewinn, das nütze aber alles nichts, wenn die Daten fehlerhaft sind. Apples Maps zu nutzen sei wie in eine 1.500-Dollar-Kaffemaschine verschimmelte Bohnen zu stecken, zürnt Pogue abschließend.

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