Das mobile Betriebssystem von Apple hat sich zu einem ausschlaggebenden Verkaufsargument entwickelt.
Im letzten Jahr hat Apple den Formfaktor und die Hardware des neuen iPhone nur leicht abgeändert, das iPhone 4S verkaufte sich aber wie heiße Semmeln – sagenhafte 37 Millionen Stück allein in der Weihnachtssaison 2011. Dass Apple mit iOS 5 und dessen Nachfolger
iOS 6 alles richtig macht, bestätigen auch die Umstiegszahlen nach jedem großen Update. Während die älteren Versionen von iOS relativ schnell abgelöst werden, verzeichnet beispielsweise
die Android-Version aus dem Jahre 2010 Gingerbread immer noch 60 Prozent auf allen installierten Android-Smartphones.
Scott Forstall
Keynote: iOS-Chef Scott Forstall präsentiert die Neuheiten in iOS 6 auf der Keynote der WWDC 2012.
Scott Forstall
Keynote: iOS-Chef Scott Forstall präsentiert die Neuheiten in iOS 6 auf der Keynote der WWDC 2012.
Siri: Endlich kann Siri auf weitere Dienste zugreifen, so auch auf deutsche Fußball-Ergebnisse.
Zudem kann Siri auch in Deutschland nach Lokalen suchen. Leider sind die Ergebnisse ersten Berichten zufolge noch dürftig.
Karten: Statt Google Maps enthält die entsprechende App jetzt eigene Daten und Inhalte von Tomtom.
Neu ist die 3D-Ansicht der Karten-App.
Ebenfalls neu: Endlich gibt es eine Navigationsfunktion direkt im iPhone, allerdings nur mit dem iPhone 4S.
Ähnlich wie Google Maps soll auch Apples neue Lösung Geschäfte finden können.
Schick, interessant und leider exklusiv für das iPhone 4S: Flyover, die fotorealistische 3D-Ansicht.
Facebook: Das soziale Netz Facebook gehört jetzt fest zum System. Somit kann der Nutzer bald beispielsweise Fotos direkt aus der Kamera-App auf Facebook teilen.
Nicht stören: Zukünftig schweigt das iPhone auf Wunsch. Dies funktioniert zeitgesteuert oder manuell. Optional werden nur wichtige oder dringende Anrufe durchgestellt, zudem kann man automatische Antworten versenden.
iOS 6 gegenüber werden die Nutzer wohl genauso aufgeschlossen sein wie beim Vorgänger. Dies kann man aus unserer Umfrage der letzten Woche schließen. Die Macwelt-Leser haben sich entschieden und lassen mit knappem Vorsprung die intelligente Sprachassistentin Siri gewinnen.
Bildlich gesagt wird Siri am 4. Oktober ihren ersten Geburtstag feiern. Während im englischsprachigen Raum die Sprachsteuerung auf dem iPhone schon ziemlich gut funktioniert und Apple diese Funktion sogar mit diversen Prominenten bewirbt, trifft für alle anderen Sprachen immer noch die Bezeichnung „Beta“ zu. Was die Spracherkennung und deren Genauigkeit angeht, sind die Nutzer nun an der Reihe, ihren Anteil zur Siri-Verbesserung beizusteuern. Wie jede andere Software, die auf einem statistischen Modell basiert, braucht auch die Spracherkennung von Apple eine breite Input-Basis für die präzise Ergebnisauslieferung. Apple verbessert seinerseits den Funktionsumfang der Assistentin. Neu mit iOS 6 werden die Sportergebnisse, ein Restaurant-Finder und Kinoprogramme eingebunden.
Die Sprachsuche von Restaurants und Kinos in der Nähe funktioniert deswegen so gut, weil Apple neben den Verbesserungen an Siri auch die Karten-App in iOS 6 komplett überarbeitet und auf eigene Lösungen statt auf Google Maps setzt. Mit rund 61 Prozent haben die Leser für die neue Karten-App als meist erwartete Funktion in iOS 6 abgestimmt. In der
Karten-App von Apple kommen 3D-Ansichten der Städte sowie eingebaute Navigationssoftware neu dazu.
Flyover: Dies hübsche 3D-Ansicht basiert auf Luftaufnahmen großer Städte. Noch hat Apple hier nur wenige Städte eingebaut, doch auch für Berlin und Wien gibt es dieses Material, eingebaut ist es jedoch noch nicht.
Flyover: Dies hübsche 3D-Ansicht basiert auf Luftaufnahmen großer Städte. Noch hat Apple hier nur wenige Städte eingebaut, doch auch für Berlin und Wien gibt es dieses Material, eingebaut ist es jedoch noch nicht.
Bisher sind nur Weltstädte als Flyover-Karte verfügbar. Dies wird sich jedoch bald sicherlich ändern.
Einstellungen: Obwohl die Karten-App vollkommen neu ist, hat sich bei der Bedienung kaum etwas geändert. Die Einstellungen sind beispielsweise gleich geblieben.
Kartenvergleich: Links die bisherige Google-Karte, rechts das neue Kartenmaterial. Noch sind die neuen Karten nicht vollständig und sehen grundsätzlich sehr schlicht und schmal aus.
Wenn Sie ein iPhone 4S oder mindestens iPad 2 mit GPS besitzen, wird iOS 6 für Sie zum Navi.
Achtung, Stau: In den USA gibt es bereits eine Stauanzeige und das Navi kann diese Verstopfungen automatisch umfahren. Hierzulande geht dies bislang noch nicht.
Die Daten für die Stauwarnungen sammelt Apple von den Nutzern. Wer keinen Beitrag zu den Bewegungsdaten leisten möchte, kann dies in den Einstellungen der "Ortungdienste -> Systemdienste" deaktivieren.
Route per Siri: Unter iOS 6 kann Siri endlich auch Orte und Routen für Sie heraussuchen. Dies klappt derzeit jedoch nur dann, wenn Siri die Ortsnamen gut versteht, was nicht immer der Fall ist.
Navi-Knopf: Über den grünen Knopf können Sie die Navigation zu diesem Ort starten.
Alte Karte: So sah die Welt-Übersicht aus der größtmöglichen Entfernung früher aus. Im Gegensatz dazu…
…die neue Erd-Übersicht auf dem iPad 3. Hier hat Apple eine schickt, interaktive Erdkugel hingezaubert.
Yelp: Die Informationen zu Geschäften, Sehenswürdigkeiten und beispielsweise Parks kommen jetzt aus der Datenbank von Yelp. Hier gibt es Adresse, Kontaktdaten und Nutzerbewertungen. Apple hat die Infos hübsch in die Kartenapp integriert.
Geschäfte per Siri: Mit iOS 6 können Sie am iPhone 4S und iPad 3 auch nach umliegenden Geschäften suchen. "Zeig mir chinesische Restaurants" funktioniert hier beispielsweise. Sie können auch Parks, Eisdielen und Ähnliches suchen. Nicht immer stimmen die Ergebnisse perfekt, Apple arbeitet aber noch an der Umsetzung.
Der Datenschutz mit iOS wurde besonders im laufenden Jahr zu einem aktuellen Thema. Noch bleiben iPhone- und iPad-Nutzer vor Schreckgespensten wie Viren, Trojanern und anderer Malware verschont. Meistens sind es legitimierte App-Entwickler, die sich Zugang zu den privaten Daten der Nutzer verschaffen. Apple will mit iOS 6 solchen unlauteren Methoden einen Riegel vorschieben – die Frage nach der Zugangserlaubnis zu den eigenen Daten wird auf Systemebene eingebaut.
In der Regel sind es kleine Verbesserungen, die von Liebe zum Detail zeugen und die Anwender besonders freuen. So findet die Komfort-Funktion in den Benachrichtigungen Zustimmung bei 46 Prozent unserer Leser. Damit schaltet man die Mitteilungen für bestimmte Tageszeiten einfach ab.
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