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iOS 8: FBI übt scharfe Kritik an Apples Sicherheitsmaßnahmen

29.09.2014 | 10:50 Uhr |

Der FBI-Leiter James Comey hat sich in einem Interview zu Apple und auch Google geäußert. Dabei ist er nicht gerade erfreut über die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, die beispielsweise Apple mit iOS 8 eingeführt hat.

Seiner Ansicht nach preisen die beiden Firmen Dinge an, durch die es für einen Nutzer möglich ist, über dem US-Gesetz zu stehen, so die Beschreibung von Comey.
 
Zur Erklärung: Tim Cook verriet kürzlich, dass die Daten, die auf einem Gerät mit iOS 8 gespeichert sind, vollkommen verschlüsselt seien. Das bedeutet, dass nicht einmal Apple selbst an eure Daten kommen könnte. Das wiederum heißt auch, dass das Unternehmen die Nutzerdaten auch nicht bei einer Aufforderung der US-Regierung nicht herausgeben kann. So ein Pech aber auch.
 
Auch Google plant mit Android L den Start einer „automatischen Verschlüsselung“ für die sensiblen Nutzerdaten. Der FBI-Leiter sieht die Sache allerdings nicht ganz so positiv. Er hat zwar Verständnis dafür, dass sich die Nutzer mehr Sicherheit wünschen und er findet außerdem, dass das FBI definitiv einen Gerichtsbeschluss brauchen würde, um Zugriff auf Daten zu erhalten. Allerdings sei bei einem möglichen Terroranschlag beispielsweise Eile geboten. Hier vergleicht er die neuen Systeme mit einem Schrank, bei dem damit geworben wird, dass dieser Schrank nur von seinem eigentlichen Besitzer geöffnet werden kann, selbst dann nur von dieser Person, wenn das Thema Kindesentführung im Spiel ist und es auch eine richterliche Verfügung gibt. Für ihn ergibt so etwas keinen Sinn.

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