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Alles über die Foto-Funktion von iOS 8

06.06.2014 | 13:00 Uhr |

Apple bietet mit iOS 8 Verbesserungen und neue Funktionen für Fotos. Eine zentrale Rolle spielt iCloud. Wir zeigen in fünf Punkten die Neuerungen

Apple organisiert seine Fotos in seiner eigenen App Fotos. Doch in iOS 7 sind die Funktionen dieser App noch eingeschränkt . Mit iOS 8 wird Apple dagegen einige interessante Neuerungen bringen, die den Umgang mit Fotos erleichtern. Ein zentraler Bestandteil ist, dass iOS 8 die Fotobibliothek in der iCloud speichert. Jedes Foto, das man mit iOS 8 aufnimmt, wird so per iCloud automatisch auf allen eigenen Geräten bereit gestellt. Momentan muss man die Fotos als Fotostream frei geben.

Da sich so mehr Bilder speichern lassen als auf einem iOS-Gerät passen, muss man sie auch durchsuchen und filtern können. Genau dies wird die Foto-App von iOS 8 können: Fotos sollen sich beispielsweise nach Datum oder Aufnahmeort filtern lassen. Auch nach Album-Namen kann man unter iOS 8 suchen.

Fotos lassensich unter iOS 8 auch durchsuchen, beispielsweise nach Datum oder Ort
Vergrößern Fotos lassensich unter iOS 8 auch durchsuchen, beispielsweise nach Datum oder Ort
© Apple

Neue Bearbeiten-Funktionen

Auch die Bearbeitungs-Funktionen werden wachsen: Momentan lassen sich Fotos bereits rudimentär bearbeiten, beispielsweise einige Bildeffekte anwenden, die Bilder beschneiden und automatisch verbessern. Detailliertere Korrekturmöglichkeiten werden mit iOS 8 dazu kommen: Helligkeit und Farben lassen sich unter iOS 8 gesondert korrigieren, zudem kommt eine automatische Ausrichtung des Horizonts dazu.

Austausch mit anderen Apps

Entwickler können die Möglichkeiten der Bildbearbeitung der Apple-App in ihren eigenen Apps verwenden. So ist auch eine Non-destruktive Bildbearbeitung möglich. Das bedeutet, dass man immer wieder zum Original-Bild zurück kehren kann. Eine weit interessantere Neuerung ist allerdings die Möglichkeit, dass jede App Bilder aus der Foto-App lesen und schreiben kann. Auf diese Weise lassen sich Fotos mit anderen Apps direkt bearbeiten, die in der Foto-App organisiert sind. Auch für die Kamera-Funktionen bietet Apple den Entwicklern weitere Einstellmöglichkeiten: Wer Fotos aufnimmt, kann so über Drittanbieter-Apps die Kontrolle über Fokus, Weißabgleich und Belichtung nutzen.

Fotos bald auch inder Cloud. Und auf dem Mac im nächsten Frühjahr.
Vergrößern Fotos bald auch inder Cloud. Und auf dem Mac im nächsten Frühjahr.

Mit den neuen Funktionen wird iPhoto für iOS überflüssig, womöglich wird Apple die App ab iOS 8 im Herbst gar nicht mehr anbieten. Auch auf dem Mac hat das letzte Stündlien für iPhoto geschlagen. Wie Apples Software-VP Craig Federighi in der Keynote zeigte, arbeitet Apple auch an einer äquivalenten Lösung für Yosemite, die im Frühjahr 2015 erscheinen soll. Der Speicher für die Fotos, die in Originalauflösung online gespeichert werden, ist jedoch nicht gratis. Für die ersten 5 GB verlangt Apple nichts, 20 GB kosten einen US-Dollar und 200 GB 4 US-Dollar im Monat. Bis zu 1 TB Speicher lässt sich bei Apple mieten. Dafür sind die eigenen Fotos aber eben in den US-Rechenzentren des Konzern gespeichert, damit man sie immer und überall auf iPhone, iPad, Mac und sogar auf dem Windows-Rechner (über Browser) ansehen und bearbeiten kann. Muss jeder selbst wissen, ob man den Preis dafür zu bezahlen bereit ist.

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