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iOS 9.2 verbessert Apple Music, bringt neue Peripherie

09.12.2015 | 09:17 Uhr |

Gestern Abend hat Apple in einem großen Schwung alle vier Betriebssysteme aktualisiert, und so weltweit den Traffic gesteigert.

Vor rund sechs Wochen hatte Apple das Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch auf die Version iOS 9.1 aktualisiert , die offensichtlichste Neuerung waren die teilweise sehr lustigen neuen Emojis. In der Nachfolgerversion iOS 9.2 sind die Neuheiten nicht so offensichtlich, aber dennoch nützlich. So hält beispielsweise die Funktion Mail Drop den Einzug auf die iPhones und iPads. Sie ist bereits seit OS X Yosemite auf den Macs verfügbar und lässt große Anhänge bis 5 GB verschicken. Die Anhänge lagern dann bis 30 Tage auf Apples Servern, der Empfänger erhält einen Link, über den er so lange Zugriff auf den Download hat. Vor allem für die Nutzer des iPad Pro wird es eine willkommene Neuerung sein , da Apple das neue Tablet als Business- und Kreativ-Werkzeug positioniert - von dem man auch größere Dateien verschickt.

Ziemlich viele Verbesserungen erfährt mit iOS 9.2 der Streaming-Dienst Apple Music : Apple hat laut Releasenotes Fehler beim Speichern von Songs auf dem iPhone behoben, außerdem ändert sich die Funktionsweise der Wiedergabenlisten. Will man eien Song einer Wiedergabeliste hinzufügen, kann man nun dabei auch eine neue erstellen. Im Bereich Wiedergabelisten sind nun nicht mehr di zuletzt erstellten zu sehen, sondern die häufig genutzten. Zudem hat Apple die Abteilung der klassischen Musik verbessert und die Namen der Komponisten sichtbar gemacht, nachdem sich manche Nutzer über die "Kraut und Rüben" im Bereich Klassik beschwert haben. Auch schön: Schon in der Übersicht sieht man, welche Alben und Songs bereits auf das iPhone (oder iPad und iPod Touch) geladen sind. Endlich aber bekommt die Oberfläche die gewohnte optische Konsistenz zurück. Will man Alben und Songs aus der Cloud laden, kann man jetzt wieder das Wolkensymbol mit dem Pfeil nutzen. Der grammatikalisch fragwürdige Eintrag "Offline verfügbar" ist aus dem Extra-Menü (die drei Punkte) verschwunden.

Die hauseigene iBooks-App erhält die Unterstützung für 3D-Touch. Zudem hat Apple gestern eine neue Peripherie in die Stores gebracht – einen Adapter von SD-Karte auf Lightning . Der neue Adapter kostet 35 Euro im Apple Store und ist nun auch mit iPhones ab iPhone 5 kompatibel. Der Vorgänger konnte Fotos und Videos nur auf das iPad übertragen, das ist nun auch mit dem iPhone möglich. Dazu bringt die neue Peripherie verbesserte Übertragungsgeschwindigkeiten, nach Infos von Apple sollen diese an USB-3-Standards reichen. Diesen nutze etwa das iPad Pro: Fotos sollten sich darauf nun merklich schneller überspielen lassen.

Siri kann nun Arabisch, zudem hat Apple ein paar Feinschliffe bei Voice Over unternommen.

Sicherheitsupdates

Neben den Verbesserungen für die Nutzer schließt Apple mit jedem Update ziemlich viele bekannte und unbekannte Sicherheitslücken von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Vor allem die leidige Siri-Lücke ist geschlossen, die erlaubte, aus dem Sperrbildschirm über den Assistenten auf vertrauliche Informationen zuzugreifen. Mit iOS 9.2 sind weitere Bugs behoben worden, die wohl in dem letzten Jailbreak genutzt worden waren. So gibt Apple an, dass die Entwickler von Pangu Team eine Lücke bei mobilen Backups gefunden haben, die ihnen erlaubte, über Fotos auf dem iPhone auf die versperrte Systemfiles zuzugreifen. Eine ziemlich fiese Lücke existierte in iBooks: Lud der Nutzer ein präpariertes Buch und öffnete es in der iBooks-App, konnte der Angreifer die Einsicht in die persönlichen Infos erlangen. Auch Safari und Co. sollten jetzt stabiler funktionieren – Apple hat eine Listen von rund zehn Lücken geschlossen, die Webkit betrafen.

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