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iPad Air: Schnellstes iOS-Gerät bisher

04.11.2013 | 07:06 Uhr |

Das iPad Air ist so schnell wie noch kein iOS-Gerät zuvor - es stellt sogar das iPhone 5S in den Schatten.

Der Name ist Programm: Mit dem iPad Air will Apple an die Macbook-Air-Generation anknüpfen, die das Notebook damals so leicht und so dünn machte, dass es problemlos in einen DIN-A4-Briefumschlag passen sollte. Mit dem iPad Air will Apple neue Akzente im Tablet-Markt setzen:  Mit seinen 469 Gramm (LTE-Modell: 478 Gramm) ist das iPad Air leichter als das iPad 4 und schlägt damit auch das Sony Xperia Tablet Z , das mit 485 Gramm bisher das leichteste Tablet war. Das Samsung Galaxy Note wiegt 540 Gramm. Allerdings ist das Sony-Tablet mit 6,9 Millimetern immer noch das dünnste Tablet.

Ein echter Apple-Fan wird deshalb nicht gleich zur Konkurrenz greifen, sondern von den Maßen des iPad Air überzeugt sein.

In der Tat: Wer das iPad Air das erste Mal in der Hand hält, wird sofort überzeugt sein: Das Tablet ist federleicht und ultardünn. Wer große Hände hat, kann es sogar mit einer Hand halten. Das iPad Air passt in jede Business-Tasche und sorgt dafür, dass der Rucksack nun noch etwas leichter wird. Wer das iPad Air einmal ausgepackt hat, möchte nie mehr ein iPad 2 mit sich herumschleppen.   

Schnellstes Apple-Tablet aller Zeiten

Das iPad Air bietet alles, was sich Profi-Anwender wünschen können: Im Inneren arbeitet ein A7 Chip mit 64-Bit-Architektur und M7-Motion-Coprozessor – im iPad Mini Retina übrigens auch. Das iPad Air beziehungsweise iPad Mini Retina sind damit theoretisch genauso leistungsfähig wie das iPhone 5S . Der M7-Motion-Prozessor soll Beschleunigungsbewegungen noch besser verarbeiten können, die 64-Bit-Architektur, die bisher nur von Notebooks unterstützt wurde, soll für noch intensivere Rechenprozesse sorgen. Wenn die App-Entwickler entsprechend rechenintensive Apps programmieren, werden iPad Air- und iPad-Mini-Retina-Besitzer bestens für das 64-Bit-Zeitalter gerüstet sein.

Unsere Benchmarks bestätigen: Das iPad der fünften Generation ist das schnellste Mobilgerät, das Apple bisher auf den Markt gebracht hat. Im Geekbench-Test, der die Schnelligkeit des CPUs, Speicherzugriff und Übertragung von Datenraten misst, erweist sich das iPad Air sogar schneller als das iPhone 5S, das immerhin den gleichen A7-Prozessor verwendet. Der Unterschied rührt vor allem von der größeren Batterie her und der Fähigkeit des iPad, mehr Wärme in der gleichen Zeit abzuführen. Gegenüber der Vorgängergeneration zeigt sich das iPad stark verbessert, die Geschwindigkeit erreicht etwa die doppelten Werte im Test. Sofern man nicht regelmäßig rechenintensive Spiele spielt, die den Grafikchip fordern, wird man in der Praxis den Unterschied nicht unbedingt sofort merken. Möglicherweise werden einige Spiele, die auf dem iPad Air einwandfrei laufen, beim iPad 4 ruckeln.

Auch der Akku überzeugt uns: In unserem Wlan-Surftest hält das iPad Air knapp zwölf Stunden durch. Ein neuer Rekord. Apple spricht von zehn Stunden, wobei Apple einen ähnlichen Test nutzt wie wir, allerdings bei 75 Prozent Display-Helligkeit, während wir das Display auf 50 Prozent Helligkeit zurückstellen. Das erklärt unsere besseren Ergebnisse. Im Worst-Case muss das iPad Air ein MP4-Video bei voller Display-Helligkeit abspielen. Hier ist der Akku nach sechs Stunden und 28 Minuten leer. Das reicht aber aus, um sich während einer Zugfahrt oder im Flieger „Herr der Ringe Teil 1 und 2“ anzuschauen. Das iPad 4 musste schon 40 Minuten eher wieder an die Steckdose.  

Der Akku des iPad Air hält nicht nur länger, er ist auch schneller wieder geladen. Es dauert  253 Minuten, bis das iPad Air wieder voll aufgetankt ist. Das iPad 4 braucht etwa zehn Minuten länger.

 

Neue Displaytechnologie wirkt in der Praxis kaum

Das Retina-Display stellt Bilder in gestochen scharfer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln dar. Wem die Standardauflösung reicht, ist auch mit dem iPad Mini oder iPad 2 gut bedient, hier beträgt die Auflösung nur 1024 x 768 Pixel. Wer aber einmal ein Retina-iPad bedient hat, möchte die gestochen scharfe Darstellung nicht mehr missen.

Sowohl das iPad Air als auch das iPad Mini sind nun mit einem Retina-Display ausgestattet. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat das iPad Air um das Display einen schmaleren Rahmen bekommen, was den Touchscreen optisch größer erscheinen lässt, obwohl sich an den Abmessungen nichts geändert hat. Insbesondere beim Filmeschauen ist das sehr angenehm, weil oben und unten die schwarzen Balken im 16:9-Format schmaler geworden sind.

Damit die Seitenränder schmaler ausfallen, muss Apple im Retina-Display eine neue Technologie verbaut haben. Hält man das iPad 4 und iPad Air im ausgeschalteten Zustand nebeneinander erkennt man, dass der schwarze Touchscreen des iPad Air leicht lila schimmert.

In der Praxis merkt man von der neuen Technologie aber so gut wie kaum etwas. Bei der maximalen Display-Helligkeit weichen die Werte zwischen iPad Air (342 cd/qm) und iPad 4 (346 cd/qm) nur minimal voneinander ab. Bei der Helligkeitsverteilung steht allerdings das iPad 4 mit 16,9 cd/qm deutlich besser da als das iPad Air, bei dem wir nur 11,9 cd/qm gemessen haben. Auch im Schwarz-weiß-schwarz-Reaktionszeit-Test schneidet das iPad 4 mit 22,9 Millisekunden ein wenig besser ab als das iPad Air mit 11,9 Millisekunden. In der Praxis wird dieser Unterschied jedoch kaum auffallen.  

 

Schnelleres Wlan

Apple hat das iPad Air nun noch besser für das mobile Zeitalter gerüstet. Der LTE-Chip unterstützt nun auch die Frequenzbänder von Vodafone, wovon insbesondere Nutzer profitieren werden, die in ländlichen Gebieten wohnen, in denen das LTE-Netz gut ausgebaut ist. Mit dem iPad 4 konnten nur Telekom-Kunden in bestimmten Großstädten im Hochgeschwindigkeitsinternet surfen.

Auch wer nur im Wlan-Netz surft, dürfte beim iPad Air erfreut sein: Die Wlan-Tranferrate liegt etwa um rund 70 Prozent höher, als beim iPad 4. Daten werden nun noch schneller übertragen und Webseiten bauen sich deutlich schneller auf. Möglich macht das die MIMO-Technik , die im iPad Air erstmals verbaut wurde. Am oberen Rand des Tablets befinden sich statt einer Antenne nun mehrere Wlan-Antennen, welche die Signalströme schneller und effizienter verarbeiten und senden können.

 

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