1075161

Foxconn eröffnet Politurbetriebe wieder, Unglücksfabrik bleibt geschlossen

06.06.2011 | 07:10 Uhr |

Die Belüftungsanlagen aller Fertigungsbetriebe sollen nun neuen Sicherheitsrichtlinien entsprechen. Während die Produktion des iPads auch weiterhin der Nachfrage hinterherhinkt, soll der Ausfall dieser einen Fabrik für den Kunden kaum spürbar sein.

Alle chinesischen Politurbetriebe außer der explodierten Fertigung in Chengdu wurden Ende letzter Woche wieder eröffnet. Nach er Explosion, die drei Arbeitern das Leben kostete , legte Foxconn alle Fertigungsbetrieben auf Eis, bis die Untersuchungen abgeschlossen und die überarbeiteten Sicherheitsrichtlinien und Arbeitsabläufe in allen Fertigungs-Anlagen implementiert wurden.

Laut einer Foxconn-Pressemitteilung vom letzten Freitag von dauern die Untersuchungen in der Unglücksfabrik immer noch an. Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Unfall höchstwahrscheinlich auf eine Explosion von Aluminiumstaub in der Lüftungsanlage zurückzuführen ist. Foxconn gibt an, umgehend Maßnahmen zur besseren Belüftung und Beseitigung von Staub in den Anlagen eingeführt zu haben und verspricht, in Zukunft stetig weitere Technologien zur Verbesserung der Sicherheit einzusetzen. Ein Termin zur Wiedereröffnung der iPad 2 -Fertigungsanlage konnte noch nicht angegeben werden.

Die meisten iPad 2 werden in einem Foxconn-Betrieb in Shenzhen hergestellt, aber Analysten zweifeln daran , dass diese Fabrik für den Produktionsausfall in Chengdu wettmachen kann. Marktforscher von IHS i-Suppli rechnen bei einer bis Ende Juni andauernden Unterbrechung der Fertigung in Chengdu mit einer Minderproduktion von 500.000 iPad 2 im zweiten Quartal. Während der Markt mindestens 7,4 Millionen Geräte in diesen beiden Monaten erwartet, kann Shenzhen alleine nicht dieser Nachfrage gerecht werden. Zwar kann die Fertigungsanlage dort in dem Zeitraum theoretisch 7,5 Millionen Geräte fertigen, aber es müssen zwischen 7,8 und 8,1 Millionen iPad 2 gefertigt werden, um nach Apples Qualität- und Endkontrolle 7,4 Millionen Geräte für den Handel zur Verfügung zu stellen.

Die Analysten von Gartner sehen den Produktionsausfall weniger dramatisch. Amy Teng von Gartner beschwichtigt, dass die Unglücksfabrik gerade erst die Fertigung gestartet hatte und die meisten iPad 2 ohnehin von anderen Fertigungsanlagen in China geliefert werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1075161