1034003

Israelischer Zoll beschlagnahmt iPads

14.04.2010 | 13:43 Uhr |

Die dürfen hier nicht rein, beschieden israelische Behörden Reiserückkehrern aus den USA mit einem iPad im Gepäck. Als Grund wurden nicht-kompatible WLAN-Frequenzen des US-Geräts mit den Standards in Israel genannt.

iPad Auspackzeremonie 04
Vergrößern iPad Auspackzeremonie 04

Die Weisung geht laut einem Bericht der israelischen Tageszeitung Haaretz vom dortigen Kommunikationsministerium aus. Die WLAN- oder WiFi-Frequenzen, die das Apple-Tablet nutzt, unterscheiden sich in den Frequenzen und der Sendeleistung von denjenigen in Israel, die wiederum den europäischen Standards vergleichbar seien. Daher habe man seitens des Ministeriums den Import der Originalgeräte verboten, wobei offenbar die Techniker des Kommunikationsministeriums ihren Chef, Minister Moshe Kahlon, vor vollendete Tatsachen stellten, da diese sich weigerten, die Kompatibilität aufgrund der Daten überhaupt zu überprüfen. Auf dem Ben-Gurion-Flughafen in der Nähe von Tel Aviv wurde einem Israeli bei der Heimkehr mitgeteilt, dass die Einfuhr von iPads nach Israel verboten sei. Er möge es nach Übersee zurücksenden. Derzeit wird das iPad demzufolge in einem Lagerhaus aufbewahrt, wofür der enttäuschte Apple-Kunde auch noch Gebühren zahlen muss. Bislang sind laut dem Leiter der Zollabteilung des Ben-Gurion-Flughafens zehn iPads konfisziert worden. Das Ministerium hat derweil von Israels Apple-Distributor iDigital alle relevanten Informationen angefordert, die für eine Zulassung des iPad erforderlich sind. Wie dabei das Problem der Überschneidung der Frequenzbänder für das iPad in Israel gelöst werden soll, ist laut Golem.de bislang nicht bekannt.

Info: Haaretz

0 Kommentare zu diesem Artikel
1034003