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iPad-Initiative im Schulbezirk Los Angeles vorerst gestoppt

27.08.2014 | 10:02 Uhr |

Der Schulbezirk von Los Angeles verzichtet vorerst auf die weitere Anschaffung von iPads und schreibt das Projekt, das ein Gesamtvolumen von einer Milliarde US-Dollar hat, neu aus.

Wie der Superintendent der Schulbehörde John Deasy laut der Nachrichtenagentur Associated Press gestern erklärte, habe es massive Kritik am Ausschreibungsprzess gegeben. Apple und Pearson, das die Lehrmaterialien entwickelte, hatten im vergangenen Jahr den Zuschalg für das Projekt erhalten, nun meine der Schulbezirk, dass die ursprünglichen Regeln der Ausschreibungen an die Produkte der späteren Gewinner angepasst gewesen seien und weniger an die Bedürfnisse der Schulen. Weiterhin wolle man den Schülern aber Zugang zu Technik verschaffen, die sie besser auf weiterführende Bildungseinrichtungen und ihr Berufsleben vorbereite, bestätigt Deasy. Mit der neuen Ausschreibung gewinne man aber Zeit, sich an einen sich schnell verändernden Markt anzupassen. Zudem könne man aus Fehlern der ersten Projektphase lernen. So war es etwa wenigen hundert Schülern gelungen, die Sicherheitsvorkehrungen auf den bislang 25.000 an 47 Schulen ausgelieferten iPads zu umgehen und Zugriff auf nicht für den Unterricht bestimmte Inhalte wie soziale Netze zu erlangen. In der ersten Phase kaufte der Schulbezirk Hardware und Software im Wert von 30 Millionen US-Dollar ein, in den nächsten Jahren hätte sich das Volumen auf bis zu 500 Millionen US-Dollar erhöhen sollen. Weitere 500 Millionen US-Dollar wollte man in die Infrastruktur der Schulen stecken. Apple hat den Vorgang bisher nicht kommentiert. Indes hat der Schulbezirk von St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota beschlossen, 40.000 iPads anzuschaffen und sie an Schüler von 37 Schulen zu verteilen. Die dortige Behörde vergleicht das iPad mit einem Bleistift: Ein unerlässliches Werkzeug um kreativ zu sein. "Wir als Erzieher haben die Wahl es einzusetzen oder nicht," erklärt der Grundschuldirektor Craig Anderson der Zeitung Minneapolis Star Tribune, "Kinder haben aber nicht die Wahl in einer Welt ohne Technologie zu leben." Der Schulbezirk wird die Geräte von Apple jedoch nicht kaufen sondern mieten.

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