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Chinesische Hersteller planen iPad-Kopien

10.03.2010 | 11:12 Uhr |

In China sollen die ersten Hersteller bereits mit der Produktion von iPad-Kopien begonnen haben. Außer dem Äußeren haben sie aber nicht viel mit dem iPad gemein.

Noch ist das iPad gar nicht auf dem Markt, schon bemühen sich die ersten chinesischen Hersteller darum, das Apple-Tablet zu kopieren und mit Windows 7 auszustatten. So hat laut IDG News Service der in der für Plagiatoren berüchtigten Stadt Shenzen ansässige Hersteller Teso angekündigt, an einer iPad-Kopie zu arbeiten. Das Tablet soll mit einem 10,1-Zoll-Bildschirm und einem Intel-Atom-Chip ausgestattet sein sowie auf das Multitouchfähige Windows 7 setzen. Das Teso-Gerät, das ein Produktmanager namens Wu in einem Chat freimütig als "iPad-Imitat" anpreist, soll außerhalb Chinas 280 US-Dollar kosten und im Land selbst 330 US-Dollar. Wie das Ende April erscheinende iPad-Modell setze das gut 900 Gramm schwere Tablet für den mobilen Internetzugang auf 3G-Mobilfunk.

Im April will der chinesische Hersteller von E-Readern Hanvon mit zwei Tablet-Modellen auf den Markt kommen. Die 10-Zoll-Geräte sollen jedoch relativ teuer ausfallen und zwischen 730 und 870 US-Dollar kosten, als Prozessoren dienen Chips aus Intels Atom- und Celeron-Reihen. Bereits auf dem Markt ist das Tablet P88 von Shenzhen Great Loong Brother Industrial, das dem iPad äußerlich stark ähnelt. Bei den inneren Werten verblasst die Kopie jedoch deutlich, der Akku hält laut PCWorld.com gerade einmal eine Stunde. Auch Lenovo hat mit dem IdeaPad U1 einen Tablet-Computer angekündigt.

Der iSuppli-Analyst Kevion Wang rechnet mit weiteren Imitaten aus China, umso mehr, wenn Apples iPad sich erfolgreich verkaufe. Den billigen Imitaten würde es aber zumeist an Qualität fehlen, ebenso an Software.

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