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Analyst zweifelt am Erfolg des iPad Mini

18.10.2012 | 10:37 Uhr |

Mit keinem Wort hat Apple gesagt, am kommenden Dienstag ein iPad Mini vorzustellen, doch deuten alle Indizien darauf hin.

Was das Besondere an dem Produkt sein wird, ist Gegenstand wüster Spekulationen, von einem Einsatz als Lesegerät für den Bildungsbereich bis hin zur idealen Fernbedienung für einen Smart-TV war bereits die Rede. Apple und seine Anleger sollten sich zunächst nicht zu viel vom iPad Mini erwarten, dämpft der Analyst Trip Chowdhry von Global Equities Research gegen über Mac News World. Der Markt für 7-Zoll-Tablets sei bereits stark belegt, etwa von Amazon mit dem Kindle Fire und Google mit dem Nexus, deren Preise bei rund 200 US-Dollar beginnen. Apple werde kaum über den Preis angreifen, meint Chowdhry, angesichts der Tatsache, dass schon der kleinste iPod Touch, noch dazu das Vorjahresmodell, schon 200 US-Dollar kostet.

Apple - und vor allem seine Fans - "pumpe jede Menge heiße Luft in den Markt", der bereits von erfolgreichen Produkten besetzt sei. Das iPad Mini werde kein schlechtes Produkt, im Gegenteil, meint Chowdhry, werde es höchstwahrscheinlich ein hervorragendes. Ein "Game-Changer" werde das iPad Mini voraussichtlich aber nicht. Chowdhry kann sich keine bahnbrechende Technologie vorstellen, mit der Apple aufwarten könne. Die wirtschaftliche Lage lasse zudem nicht vermuten, dass sich Scharen von Apple-Fans um das iPad Mini bemühen werden, hatten die Kunden des Konzerns doch bisher kaum Zeit, sich mit dem iPhone 5 anzufreunden - oder nach dessen Anschaffung noch Geld für ein weiteres iOS-Gerät übrig. Apple sei immer dann erfolgreich gewesen, wenn es einen Markt neu definiert habe, anstatt der Konkurrenz zu folgen: "Wenn Apple innovativ ist, kreiert es Hits. Apple muss sich daran erinnern, voran zu gehen."

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