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Produktvorstellung

iPad Mini: Apple lädt zum Special Event am 23. Oktober

16.10.2012 | 18:50 Uhr |

Apple bestätigt nun offiziell, dass es bald Neues gibt - die Einladungen zum Special Event am nächsten Dienstag sind eingetrudelt.

Die Spekulationen der vergangenen Wochen erwiesen sich als richtig: Apple hat ausgewählte Pressevertreter zu einem Special Event am 23. Oktober im "California Theatre" in San Jose eingeladen. Die Einladung steht unter dem Motto “We've got a little more to show you", als Symbolbild hat Apple eine Apfelsilhouette vor buntem Grund gewählt. Apple versteckt gerne subtile Andeutungen auf das Produkt in den Einladungen, hier dürfte das "little", also "klein", im Vordergrund stehen. Dies könnte ein Hinweis auf das iPad Mini sein.

Die Gerüchte zu einem kleineren iPad kursieren sein mehreren Monaten. Noch ist es unbekannt, welche technischen Spezifikationen das neue Modell bringen wird. Glaubt man den Berechnungen auf diversen Technik-Blogs , eignet sich die Bildschirm-Diagonale von 7,85 Zoll für ein iPad Mini am besten.
Dabei werde die Auflösung des Ur-iPad beibehalten: 1024 x 768 Pixel. Skaliert man diese von rund 10 Zoll Diagonale auf die Diagonale von 7,85 Zoll, kommt man auf eine Auflösung von 163 Pixel per Inch. Das ist nicht ganz die Punktdichte des Retina-Displays wie im neuen iPad oder im iPhone 4 und neuer. Diese Geräte bringen 264 respektive 326 ppi Auflösung. Die Punktdichte ist trotzdem besser, als beim iPad 2 (132 ppi). Solche Spezifikationen bringen einen weiteren Vorteil für Apple und App-Entwickler. So ändert sich dabei die Bildschirm-Geometrie nicht, theoretisch können die Ur-iPad-Apps ohne Anpassung auf dem neuen iPad Mini laufen. Eine ähnliche Übergangslösung hat Apple auch beim iPhone 5 mit dem neuen Format 16:9 geboten, die alten Apps funktionieren auf dem neuen Gerät mit den schwarzen Balken oben und unten. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Apple sein mobiles Betriebssystem iOS 6 sowie eigene Apps nicht auf das neue Modell anpasst.


Neben den Fragen zu der Bildschirmdiagonale und der Auflösung des iPad Mini wird auch sein Preis diskutiert. Anders als beim iPad, das seine eigene Marktnische erstmals schuf und bis heute behauptet, zielt Apple mit dem kleineren Tablet auf die Marktanteile der Konkurrenz. Mit Google Nexus 7 und Amazons Kindle Fire HD hat das neue Gerät Mitstreiter, die in einer günstigen Preisklasse spielen. Amazons Kindle Fire HD mit 16 GB Speicherplatz kann man schon mit 199 Euro erwerben, das vergleichbare Modell von Google Nexus 7 (16 GB) kostet immerhin 249 Euro . Da die beiden Tablets mit einem etwas kleineren Display (7 Zoll) kommen, kann hier Apple einen höheren Preis mit dem größeren Display rechtfertigen. Die niedrigen Preise des Kindle Fire HD sind durch Subventionen der Hersteller gedeckt, zumindest hat Amazons Chef Jeff Bezos bei der Vorstellung von Fire HD erwähnt , dass sein Tablet als Zugang zu den digitalen Angeboten des Versandhauses dient.
Betrachtet man die aktuelle Produkt-Reihe von Apple, sind die kolportierten Preise von 200 bis 300 Euro extrem niedrig geschätzt – das neue Gerät käme gerade in die Preisklasse des neuen iPod Touch , der mit 32 GB Speicher 319 Euro kostet. Für das iPad-Einstiegsmodell muss man aktuell 399 Euro berappen, soviel kostet das iPad 2 mit 16 GB Speicherplatz (ohne 3G/LTE).  Wahrscheinlicher ist es, dass sich der Preis irgendwo zwischen 330 und 350 Euro bewegt und Apple das Modell als iPad „Light“ vermarkten wird.

iPod Touch 4 Generation

iPod Touch 5. Generation

iPad Mini

iPad 2

Das neue iPad

Chip

A4

 

A5

A5X

Display

960 x 640 Pixeln bei 326 ppi

1136 x 640 Pixeln bei 326 ppi

1024 x 768 Pixeln bei 163 ppi

1024 x 768 Pixeln bei 132 ppi

2048 x 1536 Pixeln bei 264 ppi

Kamera (Rückseite)

0,7 Megapixel, 720p

5-Megapixel, 1080p HD-Videoaufnahme

0,7 Megapixel, 720p

5-Megapixel, 1080p HD-Videoaufnahme

Abmessungen und Gewicht

Höhe

111mm

123,4mm

159,5mm (Nur Display)

241,2mm

241,2mm

Breite

58,6mm

58,6mm

119.6mm (Nur Display)

185,7mm

185,7mm

Tiefe

7,2mm

6,1mm

8,8mm

9,4mm

Gewicht (WiFI-Modell)

101g

88g

601g

652g

Batterielaufzeit (in Stunden)

7

8

9 - 10 Stunden

9 - 10 Stunden

Preis (16 GB)

WiFi-Modell

209

319 (32 GB)

349

399

479

3G/Cellular Modell

469

519

599

Mittlerweile ist das iPad fest im Profi-Bereich angekommen, so kann das neue Modell im Gegensatz dazu als ein Lifestyle-Entertainment-Gerät für das eigene Wohnzimmer positioniert werden. Mit den neuen Maßen und einem geringeren Gewicht kommen neue Nutzer-Gruppen in Frage. Mit dem günstigen Verkaufsstart just in der Weihnachtssaison kann man sich vorstellen, dass der eine oder andere Junge, der bis jetzt Angry Birds auf Papas iPad gespielt hat, ein eigenes kleineres Gerät bekommt.

Bildung: Nicht nur fürs Couchsurfen kann das iPad Mini gut sein. Es ist durchaus vorstellbar, dass Apple mit dem kleineren Tablet seine Bildungsinitiative ausweitet. Am 19. Januar diesen Jahres hatte der Konzern zu einer Veranstaltung nach New York eingeladen. Es wurden ausnahmsweise keine neuen Betriebssysteme oder Hardware vorgestellt, sondern es ging um die Bildungsinitiativen in der Schule und an der Uni. Eine neue App oder genauer gesagt ein Kursprogramm für Studenten, iTunes U, wurde vorgestellt, dazu kam das neue Software iBooks Authors, womit man die interaktiven Unterrichtsmaterialien für das iPad erstellen kann. Seitdem ist um iBooks Author und iTunes U ruhig geworden. Doch es ist durchaus denkbar, dass mit einem neuen, billigeren Gerät die Bildungsinitiative von Apple einen neuen Aufwind bekommt. So betreibt Apple seit mehreren Jahren das Schul- und Uni-Programm „ Apple Distinguisched Educators (ADE) “, das die kreativen Lehrkräfte unterstützt.  Im Programm ist das iPad ein fester Bestandteil des Unterrichts. In der österreichischen Hauptschule Jennersdorf hat das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur die erste iPad-Klasse Österreichs unterstützt. Daneben bietet Apple hauseigene Finanzierung für den Kauf von Hardware und Software für Studenten und Bildungsanstalten.

Luftfahrt: An dieser Stelle mag der Einsatzbereich etwas überraschend klingen, aber seit geraumer Zeit kommen hin und wieder Meldungen aus der Luftfahrtbranche über den verstärkten Einsatz von Apples Tablets. Noch ersetzt das iPad keinen Auto-Piloten, dies wäre in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen mit der Karten-App etwas abenteuerlich, vielmehr dient das iPad als Ersatz für Flugpläne und Manuale. Dabei belaufen sich die Ersparnisse bei der Fluggesellschaft American Airlines pro Jahr auf 1,2 Millionen Euro. Mit dem neuen Modell, das noch leichter und preiswerter ist, können die Fluggesellschaften noch mehr Treibstoffkosten einsparen.

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