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iPad Pro, der Laptop- und Desktop-Killer

12.11.2015 | 13:50 Uhr |

Verdrängt das iPad Pro tatsächlich den PC aus dem Markt? Die Chancen dafür stehen nicht einmal so schlecht – mit dem ein oder anderen Haken.

Tim Cooks steile These, das iPad Pro werde das Ende des PC einläuten , ist mehr als das Pfeifen im Walde. Apples vordergründiges Interesse, mit dem iPad Pro weiter in die Büros dieser Welt einzudringen als je zuvor, mag der Aussage des Apple-CEO zugrunde legen. Als mittelfristige Prognose taugt sie dennoch.

Schon jetzt hat das iPad ganze Arbeit in der von Apple ausgerufenen „Post-PC-Ära“ verrichtet, Apple ist zum größten PC-Hersteller der Welt geworden, rechnet man die iPad-Verkäufe zu denen des Mac dazu. Zwar sind die Absatzzahlen seit zwei Jahren rückläufig, von den iPads verkauft Apple aber Quartal für Quartal aber mehr als doppelt so viele wie von allen Macs zusammen - Desktops wie Laptops.

Der Prozessor macht es aus

Dies ist nur die Ausgangslage. Mit dem iPad Pro hat Apple tatsächlich die Möglichkeit, nach dem Netbook (wer spricht überhaupt noch davon?) auch dem Laptop und mittelfristig selbst dem Desktop-PC den Garaus zu bereiten. Erste Tester bestätigen die Leistungsfähigkeit des iPad Pro, die „Desktop-Klasse“ des A9X scheint kein hohles Marketingversprechen zu sein. IBM, seit einem Jahr Vertriebs- und Entwicklungspartner Apples und auch einer der größten Kunden , hat bereits festgestellt, dass sich die Investition in in der Anschaffung teureren Macbooks mit niedrigeren Wartungskosten schnell amortisiere. 

Eine Million Apps – für jede Aufgabe eine App

Nun steht für das iPad Pro deutlich mehr Software bereit als für Macbooks, über eine Million Apps bieten sich im App Store an. Die Zeiten, in denen Apple-Geräte nicht zum Rest der Welt kompatibel erschienen, sind längst vorbei. Nicht von ungefähr hat Microsoft auch bei der Vorstellung des iPad Pro im September gezeigt, wie sich die Office-Apps per Touch und mit Apple Pencil bedienen lassen. Das iCloud Drive schließlich widerlegt Argumente, mit Apple-Geräten könne man nicht vernünftig Daten über Plattformgrenzen hinweg austauschen.

iPad Pro – ein Rechner ohne Lüfter

Die Leistungsfähigkeit der CPU ist auch noch lange nicht ausgereizt, die ARM-Plattform hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt und liefert das, womit sich Intel und Konsorten noch schwer tun: Starke Leistung bei geringem Energieverbrauch - Lüfter ade. Da das Moore’sche Gesetz weiterhin gilt, werden künftige A(X)-Prozessoren noch stärkere Leistungsdaten liefern, während die Core-Chips bereits stagnieren.

Gewiss werden iPad Pro und ähnliche Produkte der Konkurrenz (ja, auch das Surface Pro!) den klassischen PC nicht komplett verdrängen, es bleiben Nischen, in denen man etwa gar nicht genug Grafikleistung haben kann. 4K-Videoschnitt etwa. High-End-Gaming. Aber sind die dafür konzipierten Rechner eigentlich noch PCs oder schon Höllenmaschinen ?

iPad Pro oder Kontra? Eindeutig Pro. Christian Löbering von der PC Welt gibt dem Pro hingegen Kontra .

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