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Apple übernimmt Markenrechte an iPad von Fujitsu

29.03.2010 | 12:53 Uhr |

Das iPad darf jetzt iPad heißen. Nur eine Woche vor den ersten Auslieferungen in den USA hat Apple sich jetzt die Verwendung des Namens "iPad" gesichert.

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© Apple

Jeder erwartet schon mit Spannung, dass Apple in der nächsten Woche die Auslieferung des iPads startet. Nicht jedermann weiß jedoch, dass Apple am 17. März dafür einen weiteren entscheidenden Schritt unternahm.

Laut einer Bekanntmachung am letzten Freitag auf der Webseite PatentAuthority.com hat Apple in der letzten Woche den Markennamen iPad von Fujitsu übernommen. Ursprünglich beantragte Fujitsu in 2003 die Marke "iPad" und verkaufte auch Organizer unter dem Namen. Anfang 2009 erklärte das US-Patentamt den Antrag als zurückgezogen, aber Fujitsu erneuerte in einem weiteren Antrag im Juni 2009 seine Ansprüche, noch bevor Apple sich den Markennamen in anderen Ländern sicherte. Die Verhandlungen über die Marke iPad fanden in aller Stille statt und die Übergabe an Apple ist nun offiziell registriert. Hinter dem Ausgang der Verhandlung darf ein großzügiges Angebot von Apple vermutet werden, das Fujitsu einfach nicht ausschlagen konnte.

Für Apple war es aber nicht das erste Mal, dass erst nach der Vorstellung eines neuen Geräts sich die Firma die Markenrechte sicherte. Nach der Vorstellung der iPhones auf der Macworld Expo im Januar 2007 verklagte der Netzwerkspezialist Cisco die Firma Apple wegen Verletzung von Namensrechten, da Cisco bereits ein Voip-Telefon namens "iPhone" verkaufte. Im Februar 2007 veröffentlichten Apple und Cisco Systems eine Stellungsnahme , wonach beide Firmen den Namen verwenden werden.

Apple nimmt einen Rechtsstreit um einen Namen nach der Vorstellung der Produkte offenbar gerne in Kauf. Dafür kann Apple den Markennamen neuer Geräte lange geheim halten und verrät nicht schon alles vorab durch neue Markenanträge.

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