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iPad hilft Griechen bei Schuldenabbau

23.05.2012 | 11:15 Uhr |

Bis 25. April wurde ein Teil der griechischen Staatsschulden abgeschrieben. Um die technische Seite kümmerte sich Bondholder Communications Group ausgestattet mit 100 iPads.


Der Geschäftsführer von Bondholder Communications Group Bob Apfel hat die technischen Details gegenüber CNNmoney geschildert.
 
Das südeuropäische Land hat sich im Frühling mit seinen Anlegern geeinigt, dass sie für seine Anleihen nur ein Teil des Wertes bekommen. Abgesehen von den schwierigen Verhandlungen standen die Verantwortlichen vor einem technischen Problem: hundert Tausend größere und kleinere Anleger waren von China bis Südafrika verstreut. Damit der Deal stattfindet, mussten alle Beteiligten zu einem gewissen Zeitpunkt die Unterlagen unterschreiben. Die Verantwortlichen beim griechischen Finanzministerium und Hellenic Exchange, griechischer Wertpapierbörse, mussten die Unterlagen einsammeln und die Verschuldungen entsprechend korrigieren. Bei streng gesetzten Fristen drohte eine logistische Hölle auszubrechen.


Bob Apfel sagt: „Bei solchen Problem brauchten wir ein Analyse-Tool, dass eine sichere Verbindung in Echtzeit zu den Banken und globalen Abrechnungssystemen herstellt“.


Dafür waren die Verantwortlichen beim Finanzministerium, griechischer Wertpapierbörse, griechischer Staatsbank mit 100 iPads ausgestattet. Auf den Geräten war eine extra entwickelte App für Schulden-Management installiert.
Apfel sagt: „Ich war fasziniert, wie die griechischen Schulden immer weniger wurden, als diese Kerle einfach durch die Flure liefen. Entscheidungen wurden getroffen, die ohne Zugriff auf umfangreiche Datenbanken nicht möglich wären. Als der Deal beendet war, reduzierte sich Griechenlands Schuldenberg von 210 Milliarden Euro auf 102 Milliarden. Dies war die größte Banktransaktion in der Geschichte. Wir könnten sie ohne iPad nicht stemmen.“

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