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Apple setzt sich in Unternehmen durch

05.12.2011 | 06:55 Uhr |

Eine Umfrage unter IT-Fachpersonal ergab, dass bis Ende 2012 gut zwanzig Prozent aller Mitarbeiter ein iPhone und fast zehn Prozent ein iPad einsetzen werden.

Knapp zwei Jahre nach der Einführung kann man das iPad fast in allen Firmen finden. Zwar hat Steve Jobs sich skeptisch zum Einsatz von Unternehmens-Programmen auf Apple-Geräten geäußert, aber iPads werden von der Bedienung von Flugzeugen bis hin zur Diagnose beim Arzt eingesetzt. Nach einer neuen Studie von Enterprise Device Alliance (EDA) wird dieser Trend weiter gehen und Apples Produkte werden trotz Sicherheitsbedenken von den IT-Administratoren immer mehr Unternehmens-Einsatz finden.

In der Umfrage nahmen 277 IT-Fachleute teil, die Firmen mit bis zu 1,7 Millionen technischen Mitarbeitern repräsentierten. Laut Auswertung setzen bisher nur 6,7 Prozent der Mitarbeiter Macs ein, aber die Zahl soll bis Ende 2012 auf 9,6 Prozent ansteigen. Im Bereich von mobilen Geräten sieht es für Apple weitaus besser. Der iPhone -Einsatz wird von derzeit 14,2 in 2012 auf 20,2 Prozent aller Angestellten ausgedehnt werden und das iPad von derzeit 4,6 Prozent in 2012 bei 9,8 Prozent aller Mitarbeiter zu finden sein.

Ganz uneigennützig wurde die Studie nicht durchgeführt: Hinter EDA steht ein Industrie-Konsortium von Software-Firmen, wie zum Beispiel Group Logic , Web Help Desk, Centrify oder Absolute Software , die alle beim Einbinden von Apple-Geräten in Windows-basierte Unternehmen helfen. Aber die Studie bestätigt den gleichen Apple-Trend wie die Umfragen von anderen Marktforschungsinstituten.

In 90 Prozent aller Firmen wird zumindest in ausgedehnten Feldstudien bereits ein Tablet eingesetzt und bei 75 Prozent davon greifen die Unternehmen zum iPad . Hinter dem Einsatz von mobilen Apple Geräten steckt hauptsächlich der Wunsch von Geschäftsführern, ein iPhone oder iPad im Büro zu nutzen. Laut der aktuellen Studie werden "nützliche Apps" als Einsatz-Grund nur an zweiter Stelle aufgeführt.

Die Strategie lässt die Sicherheitsbedenken der Firmennetz-Administratoren außer Acht. 60 Prozent der Befragten sehen immer noch als Haupt- Sicherheitsproblem gehackte oder geklaute mobile Geräte, obwohl diese alle per Remote-Zugriff jederzeit gesperrt oder gelöscht werden können. Fast ein Drittel der Studien-Teilnehmer gestand, dass sie Privat-Apps nutzen, deren Absicherungs-Mechanismen nicht den Firmenanforderungen entsprechen. In der Zusammenfassung der Studie beschreibt, dass Tablets zwar auf jede Menge Interesse zum Firmeneinsatz stoßen, aber als Sicherheitsrisiken noch lange nicht voll akzeptiert und integriert sind.

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