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Intel-Tablets wollen iPads aus Unternehmen verdrängen

16.05.2011 | 07:06 Uhr |

Zwar können die Tablets mit Intels neuem Tablet Atom-Prozessor weder mit Leistung noch Batterielebensdauer mit dem iPad mithalten, sind aber unter Windows 7 OS kompatibel mit Windows-Computern und sollen sicherer für den Firmeneinsatz konfigurierbar sein

Neue Tablet-PCs auf Basis des speziell für Tablets entworfenen Intel Prozessors Oak Trail könnten langfristig für den Unternehmenseinsatz interessanter als das iPad sein. Analysten erwarten keinesfalls, dass Privatkunden den Intel-Tablets den Vorzug gegeben werden. Dazu ist weder die erwartete Prozessorleistung noch das Betriebssystem überzeugend genug. Aber für Firmen hätte ein Windows Tablet den unschlagbaren Vorteil, mit der restlichen Windows-Hard- und Software dort kompatibel zu sein.

Neue Tablets mit Intels Atom-Prozessor-Chip Oak Trail Z670 mit 1,5 GHz Taktrate wurden Anfang Mai von Fujitsu und Motion Computing vorgestellt und die Auslieferung soll noch im Juni erfolgen. Fujitsu nimmt Vorbestellungen für sein Stylistic Q550 Slate für zirka 730 US-Dollar entgegen, während Motion Computing sein Modell CL900 für fast 900 US-Dollar anbietet. Beide Tablets kommen mit Windows 7 OS und SSD-Speicherbausteinen. Intel hat angekündigt, dass noch im Mai insgesamt 35 neue Geräte mit Oak Trail-Chip auf den Markt kommen werden.

Während Apple mit dem iPad den Privatkunden- Markt unangefochten anführt , erwarten Marktforscher im Unternehmenseinsatz ein wachsendes Interesse an Windows-Tablets. Nicht zuletzt ausschlaggebend werden die Konfigurationsmöglichkeiten sein, wie sicher ein Tablet in das Firmennetzwerk integriert und wie einfach und kompatibel die gleiche Software auf allen Geräten angeboten erden kann, berichtet Stephen Baker, ein Analyst bei NPD. Auch Roger Kay, Analyst bei End Point Technologies, spekuliert dass IT-Administratoren ein Windows-Gerät viel positiver als ein iPad aufnehmen und für den Unternehmenseinsatz in Erwägung ziehen werden.

Die Tablets von Fujitsu und Motion Computing bieten beide die Hardware-basierte Verschlüsselung und Identifikation TPM 1.2 (Trusted Platform Management) an. Intel fügt hinzu, dass in zukünftige Tablet-Chips aus V-Pro -Technologie eingebaut werden wird, um Tablets sicher ferngesteuert zu verwalten oder auch sperren. Beide Tablets zielen eindeutig auf die Marktnische, in der Tablets als Zusatzgerät zum Desktop-Computer, Laptop und Smartphone eingesetzt werden, und nicht etwa Netbooks ersetzen sollen, analysiert Charles King bei Pund-IT und fügt hinzu: "Die Tablets in erster Linie darauf ausgelegt, optimal mit den Windows-Computern zu synchronisieren."

Laut Intel werden künftige Oak-Trail -basierte Tablets auch die Betriebssysteme Meego (Linux) und Honeycomb (Android 3.0 von Google ) unterstützen. King sieht auf alle neuen Tablets aber eine große Herausforderung zukommen und bemerkt: "Im Moment sieht Apples iPad -Strategie unschlagbar aus [...] Ob Neuentwicklungen sich dagegen erfolgreich durchsetzen können, ist sehr fraglich."

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