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Aspen Avionics verknüpft iPad mit Flugzeugcockpit

08.08.2011 | 05:53 Uhr |

Mit etwas Hardware hinter der Instrumententafel kann das iPad über Wi-Fi oder Blutooth die Steuerung der Flugzeug-Kontrollen übernehmen.

Aspen Avionics
Vergrößern Aspen Avionics

Wer Flugzeuge und iPads mag, ist in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf den Flugsimulator Flight Control HD angewiesen. Aspen Avionics hat eine neue Produktreihe angekündigt: Connected Panel wird drahtlos ein iPad mit der Avionik eines Flugzeugs verbinden, also die gesamte Bordelektronik zur Navigation, Kommunikation, Überwachung und Verwaltung auf das iPad übertragen. Damit können Piloten dann Aufgaben, wie das Kontrollieren und Verfolgen den Flugwegs oder die Überwachung von Radiokanälen direkt über das iPad erledigen.

Bisher konnten Piloten ihr iPad nur für Aufgaben wie Flugweg-Planung, Aufzeichnen von Flugdaten oder zur Anzeige von Karten einsetzen, aber nicht direkt für Interaktionen mit den Flugkontrollen nutzen. Mit Connected Panel soll das aber in Zukunft anders aussehen: Das erste Modell der Produktreihe Connected Pilot besteht aus einer neuen Hardware, der Aspen Avionics CG 100-Box, die hinter dem Instrumentenpult des Flugzeugs installiert wird. Damit kann das iPad mit der App Aircraft Manager von Av Connect über Wi-Fi oder Bluetooth eine Verbindung herstellen und Kontrollsteuerungen übernehmen. Die Box enthält neben einer USB-Schnittstelle auch Flash-Speicher.

Brad Hayden, der Vizepräsident von Aspen Avionics , berichtete, dass bisher Piloten für mobile Geräte zur Flughilfe etliche tausend Dollar zahlen mussten. Mit dem iPad , einer Handvoll von stabilen Apps und Connected Panel verspricht Hayden den Piloten ab Jahresende nun bessere Technologien - und dabei mit unter 2.500 US-Dollar für einen Bruchteil des Preises.

Die App Aircraft Manger ist die erste App, die Connected Panel unterstützt. Mit der App können Flugzeiten und Leistung des Flugzeugs aufgezeichnet und direkt an die Flotte oder Wartungsteams weitergesendet werden. Aspen Avionics verkündete, dass die Firma die Entwicklung von Dritt-Hersteller-Apps begrüßt und bereits eine Reihe von Fluggesellschaften ihre Zusammenarbeit anboten, um ihre eigene Connected Panel-Apps zu entwickeln.

Ziel ist laut Hayden, Connected Panel so offen wie möglich zu halten, um auch in Zukunft die unterschiedlichsten Vorschläge und Bedürfnisse von Piloten und Fluggesellschaften unterstützen zu können. Connected Panel wird derzeit nur für Privat-Flugzeuge vermarktet, wie Propeller-Maschinen mit bis zu zwei Motoren oder Hubschrauber, aber Aspen Avionic hält die Technologie problemlos zum Einsatz für kommerzielle Linienflüge geeignet.

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