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Stadtrat in Vancouver spart Druckkosten mit iPad

05.03.2012 | 15:13 Uhr |

Die Testphase der papierlosen Stadtverwaltung läuft in Vancouver seit mittlerweile zwei Monaten. Nun kann der Stadtrat die Ergebnisse präsentieren

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Der Stadtrat von Vancouver im US-Bundesstaat Washington (nicht zu verwechseln mit der kanadischen Großstadt gleichen Namens in der Provinz British Columbia weiter nördlich) testet den Umstieg von herkömmlichen Arbeitsunterlagen auf das iPad. Die Initiative ging von einem Abgeordneten Jack Burkman aus, der früher in der IT-Branche tätig war. Zusammen mit einem kleineren Team in der Stadtverwaltung hat er bereits 2011 einen Workflow für den Unterlagen-Austausch innerhalb der Behörde entwickelt. Als erstes Testgerät wurde sein privates iPad verwendet. Die IT-Abteilung im Stadtrat hat eigens für diese Zwecke eine Seite für alle relevanten Unterlagen online geschaltet. Mit den entsprechenden Apps für PDF-Dokumente gelangen sie auf das iPad.

Seit Anfang des Jahres hat der Stadtrat in Vancouver bereits drei papierlose Sitzungen abgehalten. Im Programm sind derzeit 54 Abgeordnete beteiligt. Rechnet man alle Sitzungen im Jahr mit den kompletten Unterlagen zusammen, lassen sich in der Testphase bis zu Ende des Jahres 50.000 Seiten sparen. Der prozentuelle Anteil von gesparten Seiten liegt bei 40 Prozent.

Nicht nur Papier gehört in Vancouver zu der Technologie der vergangenen Tage. Alle Testpersonen sind von Blackberry-Smartphones auf iPad umgestiegen. Dies erlaubt zusätzliche Ersparnisse bei den Datentarifen: 43 US-Dollar für eine Flatrate pro iPad und Monat gegenüber 71 US-Dollar pro Monat für ein Blackberry-Internettarif. Die Stadtverwaltung spart so 336 US-Dollar pro Jahr pro iPad.

Die Verantwortlichen für die papierlose Testphase in der Stadtverwaltung erwarten, dass man die Investitionskosten für neue Geräte innerhalb von zwei Jahren mit den Ersparnissen decken kann. Die Frage "Wie kann ich von meinem iPad aus faxen?" gehört wohl in Vancouver endgültig der Vergangenheit.

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