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AMD: iPad hat Einfluss auf PC-Verkäufe

18.10.2010 | 07:09 Uhr |

AMD führt seine Einbußen im Q3/2010 klar auf die Einführung von Tablets zurück. Im Gegenzug will AMD vorerst stärker auf seine Grafikprozessoren setzen und langfristig selbst in den Tablet-Markt einsteigen.

AMD hat in seiner Telefonkonferenz mit den Investoren zugegeben, dass ein erheblicher Anteil seiner Gewinneinbußen im dritten Quartal 2010 direkt auf das iPad zurückzuführen sind, berichtet Electronista . Auf eine direkte Frage nach dem Einfluss von Tablet-Computern antwortete der CEO Dirk Meyer , dass - angeführt von Apples iPad - Tablets erhebliche Beeinträchtigungen für den Notebook Markt verursachten. Meyer weigerte sich, über weit reichende Einflüsse zu spekulieren, schätzte aber, dass Apples iPads sich auf den gesamten Notebook-Markt auswirken, und nicht nur auf Apples Konkurrenten.

Eher ausweichend bestätigte Meyer, dass alle Prognosen für Tablets auf unsicheren Füssen stehen. "Auf Anfrage werden fünf verschiedene Industriebosse mit fünf verschiedenen Antworten aufwarten, ob sich Tablets eher gegen Netbooks oder Notebooks das Rennen durchsetzen. [...] Ich denke, dass mit seinen Features das iPad beiden ernsthafte Konkurrenz bereitet und wahrscheinlich sogar gut ausgestattete Marken-Laptops aussticht.", erwartet Meyer.

AMD kann einen stetigen Zuwachs an Chip-Verkäufen für mobile Geräte ausweisen, erwartet aber erst in zirka zwei Jahren in den Tablet-Markt einzusteigen. In der Telefonkonferenz erwähnte AMD, sich stärker auf Grafik zu konzentrieren, da die "Fusion"-Prozessoren von AMD schnellere Grafik unterstützen, ohne dass ein Zusatzchip gebraucht wird. Alle neueren AMD-Laptop-Modelle profitieren klar von der Übernahme von ATI in 2006 und bieten fast alle schnellere integrierte Grafik als Intel.

Während Analysten zunehmend bestätigen, dass Tablet-Verkäufe auf Kosten von Netbooks oder günstigen Laptops gehen, sahen sich die Chip-Hersteller bisher auf der sicheren Seite. Auf der Basis eines mobilen Betriebssystems wie Apples iOS schätzen die Hersteller es als äußerst unwahrscheinlich, dass ein Tablet-PC sich als alleiniger Computer bei den Kunden durchsetzen wird.

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