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Das neue iPad im Macworld-Test

15.03.2012 | 11:37 Uhr |

Unsere Kollegen der Macworld haben das neue iPad bereits testen können und sind vor allen Dingen vom Retina-Display begeistert. Schneller ist das neue iPad gegenüber dem iPad 2 jedoch nicht.

Das neue iPad im Test der Macworld
Vergrößern Das neue iPad im Test der Macworld

War das iPad 2 gegenüber dem originalen iPad dank des Dualcore-Prozessors A5 vor allen in Sachen Geschwindigkeit eine deutliche Verbesserung, hat das neue iPad der dritten Generation vor allen Dingen eine begeisternde Grafik zu bieten, meint Jason Snell, Chefredakteur unserer US-Schwesterpublikation Macworld. Das Retinadisplay des neuen iPad biete mit seiner Auflösung von 264 Pixeln pro Zoll zwar eine geringere als die von iPhone 4S und iPhone 4 mit ihren 326 Pixeln pro Zoll, da man das iPad aber typischerweise etwas weiter entfernt halte, gelte die Definition nach wie vor: Mit bloßem Auge kann man keine Pixel mehr voneinander unterscheiden. Dafür müssen aber Entwickler ihre Apps anpassen, doch sie waren ja vorgewarnt. Apple hat das bereits erledigt, Dritthersteller wie Amazon noch nicht, Text im Kindle-Reader wirke ein wenig pixlig, urteilt Snell.

Die meisten Apps wirken aber auch ohne Retina-Update auf dem neuen Display gut, im Vergleich zum Bildschirm des iPad 2 sei der des neuen iPad ein wenig "wärmer", also gelbstichiger, geworden. Das sehe man aber erst, lege man beide iPads nebeneinander, für sich genommen ist auch der iPad2-Bildschirm schon sehr gut.

In der Geschwindigkeit habe das neue iPad gegenüber dem Vorgänger nicht zulegen können, beweisen die Benchmarks. Der Dualcoreprozessor A5X bietet jedoch vier Grafikkerne und mit 1 GB doppelt so viel RAM wie der A5, die Verbesserungen des Prozessors sind vor allem den Anforderungen der Grafik geschuldet. Das merke man besonders beim Ansehen von HD-Videos, die das neue iPad gestochen scharf im Format 1080p anzeigt. So werde das Tablet geradezu einem Heimkino für den Schoß oder Wohnzimmertisch - vorausgesetzt, man verwendet für den Filmgenuss anständige Kopfhörer, denn der Monolautsprecher klingt im neuen iPad unverändert mittelmäßig. iPad 2 und das Modell der dritten Generation seien aber die bisher zwei schnellsten iOS-Geräte.

Vor allem wegen des größeren Akkus ist das neue iPad größer und schwerer geworden als der Vorgänger, die Dicke stieg um 0,6 Millimeter auf nunmehr 9,4 Millimeter. Der Gewichtszuwachs beträgt rund 50 Gramm, das Wi-Fi-Modell wiegt nun 652 Gramm, die 4G-Variante 662 Gramm. In der Praxis mache sich der Unterschied aber kuam bemerkbar, schon das iPad 2 sei zu schwer, um es auf Dauer in einer Hand zu halten. Die Smartcover von Apple sind identisch geblieben, vermutlich passen auch die meisten Hüllen von Drittherstellern.

Besser geworden sei nun auch die Kamera auf der Rückseite, eine der großen Schwächen des iPad 2. Apple nennt die 5-Megapixel-Kamera nun auch "iSight" und will damit ausdrücken, dass sie nun gut genug sei, um Fotos und Videos aufzunehmen. Die Qualität ist in der Tat sehr gut, meint Snell, selbst bei schlechten Lichtverhältnissen habe er beste Ergebnisse beim Drehen von 1080p-Videos erhalten.

Siri kommt nur in Teilen auf das neue iPad, als Diktiersoftware, Sprachkommandos kann man dem neuen Tablet nicht geben. Snell vermutet, dass Apple Siri als ein Hilfsmittel für Nutzer betrachtet, die ihr iPhone nicht in der Hand haben - für das iPad wäre Siri also weniger hilfreich. Die Diktiersoftware liefere jedoch anständige Ergebnisse.

Wer für rund 130 Dollar Aufpreis sich ein LTE-Gerät leistet, muss nicht fürchten, in Gegenden ohne Netz der vierten Generation ohne Internetverbindung da zu stehen. Der Chip beherrsche Fallback auf CDMA im Netz von Verizon, das bisher sein LTE-Netz in 196 Städten in den USA ausgebaut hat, und 3G-GSM im Netz von AT&T und in Übersee - wo die LTE-Frequenzen andere sind.

Das iPad sei zusammengefasst ein für ein neues Modelljahr aktualisiertes iPad, das Millionen von Anwendern gefallen werde. Nutzer des iPad 2, die noch auf ein Retina-Display verzichten könnten, sehen aber, dass ihr Tablet gut genug für mindestens ein weiteres Jahr ist.

Den vollständigen Test lesen Sie hier...

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