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WWDC: Neues iPhone 3G mit UMTS, GPS und mehr

09.06.2008 | 21:49 Uhr |

Nun ist die Katze aus dem Sack: Das neue iPhone wartet mit dem schnelleren Mobilfunkstandard UMTS auf, GPS für die Ortsbestimmung ist ebenfalls an Bord. Dazu gibt es noch einige Überraschungen

Bei seiner Eröffnungsansprache zur World Wide Developer Conference am 9. Juni in San Francisco präsentierte Apple-Chef Steve Jobs erstmal das lang erwartete iPhone der zweiten Generation. Wichtigste Neuerung: Es funkt nun mit UMTS-Geschwindigkeit und enthält GPS zur satellitengestützten Ortsbestimmung.

UMTS für schnellere Datenübertragung

Stromsparer Per Voreinstellung lässt sich an den neuen iPhones die Nutzung der schnellen aber stromfressenden UMTS-Datenverbindungen abschalten, dann wird EDGE/GPRS genutzt
Vergrößern Stromsparer Per Voreinstellung lässt sich an den neuen iPhones die Nutzung der schnellen aber stromfressenden UMTS-Datenverbindungen abschalten, dann wird EDGE/GPRS genutzt

Bereits vor dem Verkaufsstart vor einem Jahr bemängelten besonders interessierte Käufer aus Europa und Asien die fehlende UMTS-Unterstützung, Datenverbindungen der dritten Generation (3G). Mit EDGE stand dem iPhone bislang nur eine Erweiterung des veralteten GPRS-Datenübertragungsmodus zur Verfügung. UMTS und seine Ausbaustufen bieten ein Vielfaches der Datenübertragungsraten, fast alle Mobilfunkanbieter satteln auf 3G um und bieten EDGE erst gar nicht mehr an.

Das neue iPhone bietet neben der Datenverbindung über EDGE beziehungseise das langsame GPRS auch UMTS-Datenverbindungen an. Dabei verwendet Apple die Standards UMTS und HSDPA mit den Frequenzen 850, 1900 und 2100 MHz. UMTS verlangt nicht nur einiges vom Mobilfunkanbieter - hier müssen die Sendemasten komplett nachgerüstet werden, denn der Abstand der Masten voneinander ist deutlich geringer zu halten, die Zahl der Masten pro Fläche also zu erhöhen.

Auch das Endgerät wird gefordert: UMTS-Verbindungen sind nicht gerade als stromsparend bekannt. Das galt lange als Apples Ausrede, das iPhone nicht gleich mit UMTS-Unterstützung auszustatten. Um UMTS an den neuen iPhones zu nutzen und dennoch halbwegs annehmbare Akku-Laufzeiten zu gewährleisten, greift Apple zu einem Trick: Die Nutzung von UMTS lässt sich über eine Voreinstellung abschalten (siehe Abbildung). Wer also keine großen Musik- oder Filmdatei laden oder eine aufwendig gestaltete Webseite besuchen will, schaltet den Dienst ab und nutzt das genügsamere EDGE/GPRS - absolut ausreichend für das Lesen und Schreiben von E-Mails und für Programme wie Karten, Wetter, Aktien und so weiter.

Immerhin hat es Apple nach eigenen Angaben geschafft, auch mit UMTS gute "Laufzeiten" zu erreichen. Sie gibt Apple 300 Stunden Standby-Zeit an, 10 Stunden Sprechen über EDGE/GPRS, 5 Stunden über UMTS. Internet über die schnelle 3G-Verbindung soll 5 Stunden halten, über WiFi 6 Stunden, Video lässt sich 7 Stunden abspielen und Audio sogar 24 Stunden.

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