Von Halyna Kubiv - 24.05.2012, 09:45

iPhone 3GS

Analyst: iPhone 3GS wird auch für Prepaid-Kunden interessant

©Apple

Das billigste Modell von Apples Smartphone ist nun drei Jahre alt. Was in einer Smartphone-Welt nach altem Eisen klingt, kann laut Analysten von Jefferies & Company ein neues Leben bekommen.

Peter Misek, Analyst bei Jefferies & Company, behauptet in seinem Bericht, dass Apple bereits einen Distributionsvertrag mit einem der großen internationalen Lieferanten unterschrieben hat. Mit den deutlich runtergesetzten Preisen kann das iPhone 3GS auch die Prepaid-Kunden interessieren. Misek schätzt den Preisablas auf 125 bis 175 US-Dollar. Somit könnte das älteste in der aktuellen iPhone-Familie zwischen 200 und 250 US-Dollar kosten. Der Analyst revidiert auch die aus seiner Sicht falschen Produktionszahlen, veröffentlicht von Wall Street Journal. Das Fachjournal schätzt die Produktion der Smartphones im dritten Quartal auf 28 bis 30 Millionen Stück, allerdings ist bei dieser Hochrechnung noch keine Produktionszahlen der neuen Foxconn Fabrik in Brasilien mit eingerechnet, so Misek.

Der größte Lieferant Apples konnte den wachsenden Produktionszahlen mit existierenden Anlagen nicht mehr nachkommen. Deswegen investierte Foxconn rund 12 Milliarden US-Dollar in die brasilianischeIndustrie. Den aktuellen Berichten zufolge produzieren die neuen Fabriken bereits iPhones.

Die neue Strategie Richtung billiges iPhone für Prepaid-Kunden reiht sich ziemlich genau in die Visionen von Tim Cook, die er gegenüber Goldman Sachs im Februar veräußert hat. In den westlichen Ländern mit gesättigten Märkten kann der Hersteller selber den Vertrieb übernehmen, wie Apple es auch erfolgreich macht, so Cook. In den Entwicklungsländern spielen kräftig die Lieferanten mit. Somit ändert sich die Herangehensweise an die neuen Märkte.

Momentan versucht Apple, mit seinen Produkten besonders auf dem chinesischen Markt Fuß zu fassen. Seine Smartphones finden dort einen reißenden Absatz. Fast nicht präsent ist der Konzern aus Cupertino auch in Russland. Die Produkte werden teilweise zwei Monate später offiziell verkauft. Beispielweise konnte man seit letztem Freitag in Moskau das neue iPad vom Hersteller kaufen. Bis dahin waren grau importierte Geräte im Umlauf.
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