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WWDC 2009: iPhone 3GS am 19. Juni, Mac-OS X 10.6 im September und neue Macbooks sofort

08.06.2009 | 21:42 Uhr |

Apple hat zur Eröffnung der WWDC die Erwartungen teils übererfüllt. Das neue iPhone heißt iPhone 3GS und soll in punkto Geschwindigkeit den Vorgänge in den Schatten stellen, neue Macbooks Pro sind deutlich günstiger und der Verkaufstermin für Mac-OS X 10.6 rückt näher. Snow Leopard soll nun "im September" erscheinen

WWDC 2009, neue Macbook Pro: Macbookpro
Vergrößern WWDC 2009, neue Macbook Pro: Macbookpro

Ein wenig überraschend stellte Apples Vizepräsident für Marketing Phil Schiller zu Beginn der WWDC-Keynote neue Macbooks Pro vor. Die Modelle mit 15-Zoll- und 13-Zoll-Bildschirm bringen wie das im Oktober vorgestellte 17-Zöller das Konzept des fest verlöteten Akkus mit. Die Batterie lässt sich derart nur noch vom autorisierten Händler austauschen, dafür soll sie aber praktisch ein Notebookleben lang halten: Bis zu 1000 Aufladezyklen und sieben Stunden Laufzeit verspricht Apple. Den neuen Modellen gemeinsam ist zudem die LED-Hintergrundbeleuchtung und der Steckplatz für SD-Karten, der anstatt eines Express-Card-Slots eingebaut ist. Die Unibody-Modelle aus Aluminium tragen nun allsamt die Bezeichnung Macbook Pro, das erst kürzlich erneuerte Macbook im weißen Plastikgehäuse bleibt im Angebot. Änderungen hat auch das Macbook Air erfahren, das wie die Macbooks Pro deutlich günstiger wird. In Sachen Umweltfreundlichkeit will Apple Standards setzen, alle Modelle erfüllen laut Hersteller die Richtlinien für den EPEAT Gold Status. Mehr Details zu den neuen Macbooks lesen Sie hier...

Snow Leopard im September

Vor einem Jahr hatte Apple bei der gleichen Gelegenheit erstmals Mac-OS X 10.6 Snow Leopard vorgestellt, Apples Entwicklungschef Bertrand Serlet gab heute weitere Details bekannt und nannte einen Erscheinungstermin. Das ursprünglich für die erste Jahreshälfte 2009 avisierte Mac-OS X 10.6 werde im September in den Handel gelangen. Bei der Entwicklung des Betriebssystems setzte Apple stark auf Mac-OS X 10.5 auf, der Nachfolger erhält nur wenige neue Funktionen. Dafür ist unter der Haube viel geschehen, angefangen von System weit 64 Bit über die Exchange-Unterstützung hin zu Quicktime X, das die Bearbeitung und den Export von Medieninhalten erleichtert. Snow Leoaprd wird jedoch nur auf Intel-Macs laufen, wer Mac-OS X 10.5 Leopard im Einsatz hat, zahlt für das Upgrade gerade einmal 29 US-Dollar kosten, eine Familienlizenz für fünf Rechner 49 US-Dollar - deutsche Preise stehen noch nicht fest. Wer auf seinem Rechner noch Mac-OS X 10.4 Tiger installiert hat, zahlt für Snow Leoaprd jedoch ab 129 US-Dollar. Alle Neuigkeiten zu Mac-OS X 10.6 Snow Leopard lesen Sie hier...

iPhone-OS am 17. Juni

Schon deutlich vor Mac-OS X 10.6 Snow Leopard kommt für das iPhone-OS 3.0 ein neues Betriebssystem. Mit dem heutigen Tag erhalten Entwickler die finale Version, um ihre Appls damit testen zu können. Den Download der neuen Firmware bietet Apple ab dem 17. Juni an - kostenlos für iPhone-Besitzer. Wer das System auf einen iPod Touch installieren will, zahlt zehn US-Dollar dafür. Die meisten der neuen Funktionen hatte Apple bereits im März gezeigt, heute legte der Hersteller mit einigen neuen Services nach. So soll der Browser nun Autofill beherrschen und so dem Anwender beim Ausfüllen von Formularen im Web Tipparbeit ersparen. Eine Kindersicherung soll im Zusammenspiel mit einer Alternsbeschränkung im App Store den Erwerb von Software und Medieninhalten erleichtern, Filme und Fernsehserien lassen sich nun direkt auf das Telefon laden. Neu ist auch ein Dienst, der jedoch nur Abonnenten von Mobile Me hilft: "Find my iPhone" spürt verloren gegangene iPhones auf und gibt ehrlichen Findern Informationen über den Besitzer. Und wenn das Telefon nicht in ehrliche Hände gerät, liefert Apple mit "Remote Wipe" die Möglichkeit, aus der Ferne alle Daten vom iPhone zu löschen. MMS und Tethering werden die meisten Provider schon in Kürze unterstützen, T-Mobile wird dabei sein. Mehr Details zum iPhone-OS 3.0 lesen Sie hier...

iPhone 3G S verspricht höheres Tempo

Im Vorfeld der WWDC hatten einige die Erweiterung der iPhone-Plattform um neue Modelle erwartet. Ein neues iPhone zeigte Phil Schiller gegen Ende seiner Ansprache mit dem iPhone 3G S. Äußerlich praktisch nicht verändert, bringt das neue iPhone 3GS im Inneren jedoch wesentliche Neuerungen. Vor allem sollen neue Prozessoren das iPhone 3G S - S steht für "Speed" - deutlich beschleunigen. Die Kamera hat jetzt eine Auflösung von 3,2 Megapixeln, kann Videos in VGA-Auflösung aufnehmen und soll für Makroaufnahmen geeignet sein. Ein Kompass zeigt die Richtung, der Empfänger für Nike+ ist eingebaut, Sprachkommandos versteht das neue iPhone ebenso. Wie bei den Macbooks reklamiert Apple auch für das iPhone 3G S längere Akkulaufzeiten, bis zu neun Stunden Surfen über Wi-Fi sollen nun möglich sein oder 30 Stunden Nutzung als iPod. Das iPhone 3GS kommt am 19. Juni in den meisten Ländern, in denen es schon jetzt das iPhone gibt, in den Handel. Das iPhone 3G bleibt in der jetzigen Form bestehen. Mehr zum iPhone 3G S lesen Sie hier...

Lesen Sie hier nochmals den Live-Ticker zur WWDC-Keynote

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