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Neues iPhone schlägt ein wie eine Bombe - Lange Wartezeiten

17.06.2010 | 07:41 Uhr |

Apple bricht mit der neuesten Version seines iPhone alle Rekorde. Für den Handy-Alleskönner in seiner mittlerweile vierten Auflage gingen binnen eines Tages mehr als 600.000 Vorbestellungen ein.

Das brachte die Online-Shops weltweit zum Abstürzen. Auch bei der Telekom, dem deutschen Apple-Partner, ging zwischenzeitlich gar nichts mehr. In den Apple-Läden in den USA bildeten sich Menschenschlangen. Wer sich jetzt erst für ein iPhone 4 entscheidet, muss Wochen warten. Die Telekom vertröstet ihre Kunden pauschal auf den Juli. Apple in den USA gibt sich in seinem Online-Shop konkreter und nennt als Auslieferungsdatum den 14. Juli. Über den Mittwoch hinweg hatte sich die Lieferfrist im Apple-Store immer weiter nach hinten verschoben. "Das war die größte Anzahl an Vorbestellungen, die wir jemals an einem Tag hereinbekommen haben", verkündete Apple im kalifornischen Cupertino. "Das war weit mehr als wir erwartet hatten." Die Börsianer waren begeistert: Die Aktie stieg am Mittwoch um 3 Prozent.

"Wir entschuldigen uns bei jedem, der Schwierigkeiten hatte", ließ Apple wissen. Die Kunden sollten es noch einmal versuchen oder in die Läden gehen, wenn das iPhone 4 vorrätig sei. Am 24. Juni werden die ersten Handys ausgeliefert. Wie viele das sein werden, ließen die beteiligten Unternehmen offen.

Dem US-Wettbewerber AT&T erging es ähnlich . Der Konzern nimmt bis auf Weiteres keinerlei Reservierungen mehr an. Zuerst sollten die eingetroffenen Vorbestellungen abgearbeitet werden, hieß es. Es ist nicht das erste Mal, dass Apple mit der Produktion eines neuen Geräts hinterherhinkt. Auch beim jüngst herausgebrachten Tablet-Computer iPad stellten die Kalifornier die Geduld der Kundschaft auf eine harte Probe.

Mit dem iPhone 4 stemmt sich Apple gegen die versammelte Konkurrenz. Die Kalifornier sind der drittgrößte Anbieter von Smartphones nach Nokia und dem Blackberry-Hersteller RIM. Zu den Angreifern gehört Google mit seinem Handy-Betriebssystem Android, das in einer ganzen Reihe von Geräten unterschiedlicher Hersteller zum Einsatz kommt. Microsoft will mit der neuesten Version seines mobilen Windows verlorenes Terrain gutmachen. (dpa)

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