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iPhone-Monopol vor dem Ende

08.10.2010 | 14:42 Uhr |

Verizon wird wohl ab kommenden Frühjahr in den USA das iPhone anbieten, Ende Oktober 2010 soll es das iPhone 4 in Deutschland auch bei Vodafone geben. In den letzten Jahren hat das Telekom-Monpol des iPhones aber bereits immer mehr an Bedeutung verloren.

Apple Bumper schwarz
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Spekulationen häufen sich, dass Apple auch in den wenigen verbliebenen Ländern mit iPhone-Monopol diese Strategie in Kürze aufgeben und weitere Provider das iPhone verkaufen lassen wird. So berichtete diese Woche das Wall Street Journal , in den USA stünde Verizon als zweiter Provider kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen mit Apple. Was die Sache ein wenig komplizierter macht, ist der von UMTS unterschiedliche Mobilfunkstandard CDMA, auf den Verizon setzt. Ein modifiziertes iPhone 4 soll jedoch bereit stehen und damit auch in anderen CDMA-Netzen weltweit zur Verfügung stehen.

Nach drei Jahren steht auch die exklusive Vereinbarung über den Vertrieb des iPhone zwischen Apple und der Telekom in Deutschland vor ihrem Ende. Vodafone wird laut Presseberichten bald das iPhone im Angebot haben . Allerdings soll laut der Seite Macnotes das iPhone nur mit einem so genannten Sim-Lock zu haben sein - man muss also einen Mobilfunkvertrag bei Vodafone abschließen und kann keine beliebigen Karten von Vodafone nutzen. Vielleicht als Reaktion darauf bietet T-Mobile seit kurzem einen Online-Rabatt : Bei Abschluss eine Online-Vertrages erhält man zehn Prozent Rabatt auf den Grundpreis - allerdings gilt dies nur für die ersten 12 Monate. Nüchtern betrachtet ist die Meldung wenig spektakulär. Ein amerikanisches Smartphone, das ein deutscher Provider mehrere Jahre exklusiv im Angebot hatte, soll jetzt auch bei anderen Anbietern zu haben sein. Das iPhone ist aber nicht irgendein Smartphone und die Reaktionen in der Netzgemeinde zeigen, dass Apples iPhone immer noch ein Objekt der Begierde ist.

Seit Erscheinen des iPhone ist T-Mobile exklusiver Vertragspartner für Deutschland. Es wird immer wieder spekuliert, wie lang diese exklusive Vertragspartnerschaft gilt. Eine Länge von drei Jahren wurde immer wieder genannt.

Die Anfänge - das iPhone 2G ohne UMTS

Aber nur zu Beginn der Vertragspartnerschaft, Ende 2007, war diese Exklusivität auch in der Praxis wirksam. Wollte man Ende 2007 eines der neuen Apple-Superhandys, musste man bei T-Mobile einen Zweijahresvertrag abschließen. Der billigste Mobilfunkvertrag der anfangs zu haben war kostete 50 Euro im Monat, also 600 Euro plus Gerätepreis. Erst einige Monate später gab es einen ermäßigten Tarif für den man "nur" 30 Euro im Monat zu investieren hatte. 50 Euro pro Monat für ein Handy ohne UMTS war offenbar vielen Deutschen zu viel, die Verkäufe hielten sich im Rahmen. Erst das Modell 3G mit UMTS schaffte den Durchbruch und das iPhone gehörte bald zum Straßenbild in deutschen Städten.

iPhone 3G und 3GS

In der Zwischenzeit hatten die iPhone-Nutzer Erfahrung mit dem Entsperren des iPhone gesammelt. Ein aus den USA importiertes Handy war zwar an den amerikanischen Betreiber AT & T per Netlock gebunden, dies ließ sich aber umgehen. Möglich ist dies per Software, bei diesem Jailbreak gab es aber immer wieder Probleme nach einem Betriebssystemupdate des iPhone. Aber auch spezielle SIM-Karten waren beliebt, die ein iPhone mit Netlock entsperrten. Grund dafür war oft nicht nur die Unzufriedenheit mit den hohen Inlandtarifen der Telekom, vor allem Urlauber sammelten bald schmerzliche Erfahrungen mit den hohen Roamingkosten der Telekom - Angehörige der Redaktion nicht ausgenommen. Weitere Lücken erhielt die Exklusivität vor allem durch Import-Geräte. In einigen Ländern gibt es iPhones ohne Sim-Locks oder Netlock, etwa in Italien, Belgien und England. Bald gab es diese iPhones auch bei Ebay. Bei Ebay konnte man ab Mitte 2007 iPhones kaufen, immer häufiger gab es freie Geräte aber in spezialisierten Webshops und sogar Handy-Läden zu kaufen. Hier ist allerdings die Preise immer recht hoch, vor allem kurz nach Erscheinen eines neuen iPhone-Modells muss man hier satte Aufpreise zahlen.

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