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Studie: Nutzer des iPhone 4S besonders datenhungrig

09.01.2012 | 06:55 Uhr |

Bevor Netzwerkbetreiber aber über die iCloud und Siri stöhnen können, werden eine ganze Reihe von anderen Smartphones in Sachen Datenverbrauch schon sehr bald mithalten.

Anwender des iPhone 4S laden doppelt so viele Daten als die Benutzer des Vorgänger-Modells iPhone 4 . Laut einer Studie des Herstellers der Netzwerk-Management-Software Arieso, müssen sich die Netzwerkbetreiber beeilen, um mit dem wachsenden Datenhunger von Smartphones mithalten zu können.

Einige Netzwerkbetreiber kamen bereits durch die Einführung des ersten iPhone- Modells prompt ins Schwitzen, da die plötzliche Nachfrage an Daten ihre Netzwerkkapazität überschritt. Die Studie von Arieso, die Ende 2011 die Verbrauchswerte von je 1000 Smartphones pro Modell auswertete, ergab, dass die Daten-Nachfrage mit Einführung des neuen iPhone 4S nun neue Rekord-Werte erreicht. Neben der doppelten Quote gegenüber einem iPhone 4 nutzen die Anwender des iPhone 4S gar die dreifache Datenmenge als Kunden mit einem iPhone 3GS .

Schuld an dem wachsenden Datenbedarf hat dabei Siri und die Anbindung an die iCloud , berichtete Michael Flanagan, der CEO von Arieso. Für Smartphone-Hersteller ist das Angebot von Cloud-Speicher zunehmend ein starkes Verkaufsargument. So bietet Sony Ericsson für Kunden des android-basierten Xperia -Smartphones gar 50 GB freien Speicher unter Box.net an. Flanegan erwartet, dass innerhalb kurzer Zeit die Kunden von Smartphones anderer Hersteller in Sachen Datenbedarf dem des iPhones 4S gleichziehen werden. Samsungs Galaxy S und S II-Modell, das Nexus One und HTC Desire S sind dabei schon auf dem besten Wege.

Insbesondere das Hochladen von Daten via iPhone 4S und HTC Desire S erfreut sich zunehmender Beliebtheit, beweist die Studie. Aber der Verbrauch ist keineswegs gleichmäßig über alle Kunden verteilt. Laut Flanagan verursachen wenige Extrem-Nutzer die größte Datenlast: Lediglich ein Prozent der Smartphone-Kunden erzeugen ungefähr die Hälfte des Datenbedarfs; drei Prozent der Kunden verbrauchen knapp 80 Prozent der übertragenen Daten.

Arieso fasst in seiner Auswertung der Studie zusammen, dass Datenengpässe durch Smartphones in 2012 weltweit zunehmen werden. Als Strategie empfiehlt Arieso, dem zunehmenden Datenverbrauch mit dem Aufbau von vielen kleinen Netzwerk Base-Stationen in Kundennähe entgegenzuwirken. Flanagan erwartet, dass die Datennetzwerke der Zukunft zunehmend die Verteilung der Kunden modellieren und einige extreme Datennutzer durch ihre Nachfrage gar die Aufstellung individuell ausgelasteter Netzwerk Base-Stationen erzwingen werden.

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