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Foxconn: Studenten in China zur Arbeit gezwungen

10.09.2012 | 10:15 Uhr |

Angeblich sollen in einer chinesischen Foxconn-Fabrik Studenten zur Arbeit gezwungen worden sein, um das neue iPhone zu produzieren.

Kurz vor der Vorstellung des neuen iPhones ist der taiwanesische Apple-Zulieferer Foxconn wieder einmal in Verruf geraten: Wie das englischsprachige Portal Sanghai Daily   berichtet, soll der Konzern Studenten zur Arbeit in der Foxconn-Filiale der Jiangus-Provinz gezwungen haben. Zum Semesterbeginn seien dutzende von Kurse ausgefallen, da die Universitäten auf Anordnung der Behörden Studenten als Arbeitskräfte an Foxconn zur Verfügung stellen mussten. Die Studenten erhielte für eine sechs Tage Woche und einen Zwölf-Stunden-Arbeitstag 1.550 Yuan pro Monat, das entsprechen umgerechnet 244 US-Dollar. Für Verpflegung und Unterkunft müssten die Studenten selbst aufkommen. Angeblich brauche Foxconn 10.000 Arbeitskräfte, um das iPhone 5 rechtzeitig fertig zu stellen. Die Stundeten hätten vergangenen Donnerstag mit ihrer Arbeit begonnen. Wie jedoch The Verge berichtet sei nicht sicher, ob die Studenten tatsächlich für die iPhone 5-Produktion herangezogen worden waren. Foxconn produziere angeblich in jener chinesischen Fabrik keine iPhones.  

NGOs bieten den Stundeten nun rechtliche Unterstützung an. Viele Betroffene schwiegen jedoch aus Angst. Die Universitäten drohten den Studenten mit Konsequenzen, falls sie ihre Arbeit verweigerten. Einige Universitäten hätten jedoch den Praktikums-Vertrag mit Foxconn gekündigt. Angeblich sollten sich Praktika nur auf die Sommerferien beziehen und seien nun laut Medienberichten durch die iPhone 5-Produktion „verlängert" worden.

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