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iPhone 5 im Alltag: Weiches Gehäuse

09.10.2012 | 13:54 Uhr |

Nicht nur serienmäßige Kratzer trüben die Optik des iPhone 5. Das neue Gehäuse ist deutlich weicher als zuvor und nimmt Stürze sehr übel.

Wir vergleichen das iPhone 5 im Alltag mit seinen Vorgängern. Teil 1: das Gehäuse.

Als ich das iPhone 4 im Jahr 2010 zum ersten Mal in der Hand gehalten habe, war das eine Offenbarung. So solide können Smartphones also sein. Wuchtig, kantig und so robust, dass man es zur Not wohl auch als Hammer missbrauchen könnte. Das massive Edelstahlband, die Antenne, ist kratz- und stoßfest und verzeiht selbst harte Stürze mit minimalen Blessuren. Mein iPhone 4 ist unter anderem schon ein Stockwerk tief eine Treppe hinab gepurzelt und hat das mit kaum merklichen Schrammen überstanden.

Ein Fall, drei üble Schadstellen, die optisch wehtun und sich scharfkantig anfühlen.
Vergrößern Ein Fall, drei üble Schadstellen, die optisch wehtun und sich scharfkantig anfühlen.

Weniger robust

Ganz anders beim iPhone 5. Dies ist im Vergleich dazu eine Mimose. Es begeistert zwar mit niedrigem Gewicht und einem schön dünnen Gehäuse, fühlt sich aber auch deutlich weniger robust an als der massive Klotz iPhone 4(S). Dies ist nicht nur subjektiv. Unser erster unfreiwilliger Sturztest zeigt, wie tief sich harter Asphalt in das Alugehäuse gräbt. Sicht- und vor allem deutlich spürbare Grate, Furchen und Kanten im Gehäuse sind die unschöne Folge des ersten Sturzes. Der makellose Eindruck ist dahin, scharfe Grate in der Alukante erinnern von jetzt an täglich an das Missgeschick. Ärgerlich.

Generell wirkt das iPhone 5 weniger solide als der Vorgänger. Dies ist teilweise rein subjektiv dem fehlenden Gewicht geschuldet, denn steif und fest ist das iPhone 5 durchaus. Doch gegen Kratzer und Schrammen leistet es leider wesentlich weniger Widerstand als noch die Baureihe seit dem iPhone 4. Das schwarze Modell ist zudem eloxiert, was bedeutet, dass hier unter einer dünnen gefärbten Schicht blankes Alu zum Vorschein kommen kann.

Fiese Macke: Das iPhone 5 nach einem Sturz.
Vergrößern Fiese Macke: Das iPhone 5 nach einem Sturz.

Wer Kratzer hasst, sollte deshalb zum weißen Modell greifen, dies ist zwar ebenso "weich", nutzt aber immerhin blankes Alu, was Kratzer etwas weniger auffällig macht. Besonders ärgerlich in dem Zusammenhang: es gibt bisher nur wenige hochwertige schützende Hüllen für das iPhone 5. Nicht einmal Apple selbst hat Bumper oder ähnliches im Angebot. Auch ein offizielles Dock zur kratzsicheren Unterbringung fehlt. Hier heißt es also: vorsichtig behandeln und auf gute Schutzhüllen warten.

Fazit: Schön schlank und leicht, leider auch vergeichsweise empfindlich. Der Punkt der Robustheit geht deutlich an das iPhone 4(S), das Handling jedoch an das iPhone 5.

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