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iPhone: 55 Prozent Gewinnmarge für Apple

04.07.2007 | 10:58 Uhr |

Das Marktforschungsunternehmen iSuppli hat in einer Studie die Fertigungskosten für das iPhone berechnet. Was die wenigsten überraschen dürfte: Apple macht mit jedem verkauften Mobiltelefon kräftig Gewinn, die Forscher berechneten eine Gewinnmarge von 55 Prozent.

Im Rahmen einer „Teardown-Analyse“ haben die Marktforscher das iPhone auseinander genommen und berechnet, was Apple für die Einzelteile und die Produktion der Komponenten bezahlt.

Für die 8-GB-Version des Mobiltelefons ermittelten die Forscher Produktionskosten in Höhe von 256,83 US-Dollar. Bei einem Verkaufspreis von 599 Dollar ergibt dies eine Gewinnmarge von rund 55 Prozent.

Das Innenleben des Telefons

Infineon liefert für das Mobiltelefon einen Baseband-Chip, Hochfrequenz-Empfänger sowie Module für die Stromversorgung. Nach Angaben von iSuppli steuert das deutsche Unternehmen Ersatzteile im Wert von 15,25 Dollar pro hergestelltem Handy bei. Nach den Recherchen der Marktforscher liefert der deutsche Zulieferer Balda zusammen mit dem chinesischen Hersteller TPK das Touch Screen, Apple zahlt dafür 27 Dollar. Das LCD-Display wiederum produzieren die drei Firmen Epson, Sharp und Toshiba Matshushita unabhängig voneinander zu einem Preis von 24,50 Dollar.

Die Marktforscher prognostizieren, dass Apple dieses Jahr 4,5 Millionen Geräte absetzen wird, für 2011 erwarten die Forscher einen Absatz von mehr als 30 Millionen Handys.

Bei der Gewinnmarge berücksichtigen die Forscher allerdings nur die reinen Fertigungskosten, Zahlungen für Patente oder die Auslieferung beispielsweise sind nicht enthalten. Die Marketingkosten dürften für Apple vergleichsweise günstig sein. Durch die geschickte Inszenierung haben bislang Medien weltweit über das erste Mobiltelefon von Apple berichtet – zum Nulltarif für den iPhone-Hersteller.

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