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Warum das 4-Zoll iPhone kommen muss, aber nicht in billig und minderwertig

04.02.2016 | 13:28 Uhr |

Nur weil die iPhones immer größer werden, bedeutet das nicht, dass sie auch beliebter werden. Zwar sind Phablets zur Zeit der Trend, wobei sich viele aber wieder die kleinen 4-Zoll-Smartphones zurückwünschen.

Vor drei Jahren behauptete Apples CEO Tim Cook auf Apples Special Event , dass das iPhone 5 genau die richtige Größe habe. Im Vergleich zum iPhone 4 und iPhone 4S bot das iPhone 5 ein größeres Display, wobei die Breite des Smartphones beibehalten wurde. Dadurch kann man es immer noch sehr gut mit einer Hand halten und gleichzeitig bedienen. Zwei Jahre später setzte Apple mit iPhone 6 und iPhone 6 Plus auf den Phablet-Trend. Die 4,7 und 5,5 Zoll großen Geräte kamen vor allem in Asien gut an. Das iPhone 5(S) blieb im Angebot, ist mir der Zeit aber immer mehr zum iPhone zweiter Klasse geschrumpft.

Den neuesten Gerüchten zu Folge soll dieses Jahr wieder ein neues, kleines iPhone auf den Markt kommen, welches sich an der Größe des iPhone 5S orientiert und ein Display mit 4 Zoll bringt. Angeblich soll das neue kleine iPhone den Namen iPhone 5SE tragen, wobei man nur hoffen kann, dass es sich hierbei um ein Gerücht handelt und Apples Marketingabteilung sich etwas Besseres hat einfallen lassen. Jedoch deutet alles darauf hin, dass es sich bei diesem Modell um ein Upgrade des iPhone 5S handeln könnte, um ein leicht verbessertes Gerät, nur zweiter Klasse.

Im Conference Call zur Bilanz des ersten Quartals 2015/16 behauptete Tim Cook, dass 60 Prozent der iPhone Nutzer immer noch Modelle benutzen, die vor dem iPhone 6 erschienen sind – mit anderen Worten: kleinere iPhones. Natürlich spielt die Größe nicht immer eine Rolle, weshalb sich die Leute dazu entscheiden, sich ein neues iPhone zu kaufen. Manche haben auch einfach ein Smartphone, welches für ihre Ansprüche vollkommen ausreicht und deshalb keine Notwendigkeit besteht, ein neueres Modell zu kaufen.

Das erste iPhone, welches 2007 auf den Markt kam , hatte lediglich eine Größe, die für mehrere Jahre beibehalten wurde. Das iPhone 6 hat mit der Tradition gebrochen und ist in zwei Größen verfügbar: groß und extrem groß. Apples Entscheidung, dem Kunden größere iPhone-Modelle aufzuzwingen, weil sonst die neuen Features nur schlecht umgesetzt werden können, implizierte gleichzeitig, dass die kleinen Smartphones nicht mehr so gut seien wie die größeren Nachfolgemodelle.

Warum sollte Apple also kein kleineres Modell mit den neuesten Features anbieten, wenn doch eine sehr hohe Nachfrage besteht? Schließlich könnte Apple drei Größen der neuesten Generation anbieten, um somit eine größere Zielgruppe anzusprechen. Die Entscheidung wird sicherlich nicht durch die mögliche Angst des Unternehmens beeinflusst, dass die Kunden zu viel Auswahl haben könnten. Momentan kann man zwei Größen des iPhone 6S, zwei Größen des iPhone 6 und sogar drei verschiedene Varianten des iPhone 5 kaufen.  Wenn man zudem noch die Auswahl der Farbe und der Speicherkapazität berücksichtigt, kann der Kunde sich zwischen 48 verschiedenen iPhones entscheiden. Da sollte doch ein kleines iPhone 7 mit gleicher Funktionalität wie seine großen Brüder möglich sein. Für ein solches Modell ließen sich garantiert eine Menge Käufer finden. Das Vierzoll-iPhone darf also vieles sein, gerne auch preiswert. Aber gewiss nicht billig.

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