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iPhone 6: Das bietet die neue Kamera

09.09.2014 | 22:44 Uhr |

Apple hat zwar die Auflösung der Kamera nicht erhöht, aber dafür kommt die Kamera des iPhone 6 mit deutlichen Verbesserungen.

Die Kamera des iPhone 6 (Plus) bietet mit 8 Megapixel die gleiche Auflösung wie beim iPhone 5s . Auf den ersten Blick mag dies wenig erscheinen, denn ein Nokia Lumina 930 wartet sogar mit einer 20-Megapixel-Kamera auf und die Kamera des Samsung Galaxy S5 bietet mit 16 MP eine doppelt so hohe Auflösung wie die iPhone-6-Kamera. Doch stimmt dies nur auf dem Papier: Denn in der Praxis minimiert sich die tatsächliche Auflösung erfahrungsgemäß enorm. Der Grund ist die winzige Optik, die dem Bildsensor nicht die Bildinformationen liefern kann. So gesehen ist es nur konsequent von Apple, das Megapixel-Rennen nicht mitzumachen.

Bildsensor und Optik des iPhone 6

Wichtiger für die Bildqualität sind andere Kriterien. Und hier hat Apple beim iPhone 6 einiges verbessert. So ist der rückwärtige Bildsensor komplett neu. Er verfügt nun über sogenannte Focus Pixels, die ein schnelleres und genaueres Scharfstellen ermöglichen sollen. Zudem nutzt das iPhone 6 Plus nun einen optischen Bildstabilisator, der mechanisch Verwacklungen ausgleicht. Dies macht sich besonders bei längeren Belichtungszeiten bemerkbar, beispielsweise bei Aufnahmen am Abend oder in Räumen.

Allerdings nutzen auch bereits einige Smartphones – beispielsweise von LG und HTC – bereits einen optischen Bildstabilisator, hier ist Apple kein Vorreiter. Außerdem muss das kleinere iPhone 6 weiterhin ohne optischen Bildstabilisator auskommen. Das iSight-Objektiv (rückwärtige Kamera) bietet eine maximale Blendenöffnung von f 2,2, der gleiche Wert wie beim iPhone 5s. So sind auch Aufnahmen bei schwachem Licht möglich. Des Weiteren soll laut Apple die vordere Facetime-HD-Kamera aufgrund eines ebenfalls neuen Sensors und eines neuen Objektivs von nun ebenfalls f 2,2 statt f 2,4 beim iPhone 5s gegenüber Letzterem über 80 Prozent mehr Licht erfassen.

Das iPhone 6 Plus nutzt einen optischen Bildstabilisator. Darauf muss das iPhone 6 verzichten, hier ist der Bildstabisator lediglich digital. Das führt zu Qualitätsverlusten.
Vergrößern Das iPhone 6 Plus nutzt einen optischen Bildstabilisator. Darauf muss das iPhone 6 verzichten, hier ist der Bildstabisator lediglich digital. Das führt zu Qualitätsverlusten.
© Apple

Schneller A8-Prozessor bringt bessere Fotofunktionen

Das iPhone 6 verwendet einen A8-Chip, der auch einen neuen Bildsignalprozessor integriert hat. Dies ermöglicht vor allem bessere Videofunktionen. So lassen sich nun Videos in 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen, beim iPhone 5s dagegen nur bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Außerdem hat Apple die Zeitlupenfunktion verbessert: Das iPhone 6 kann Zeitlupenvideos in 720p-Auflösung mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde aufnehmen, doppelt so schnell wie bisher. Weitere Verbesserungen sind ein kontinuierlicher Autofokus während der Aufnahme. So stellt das iPhone 6 automatisch auf unterschiedliche Motive scharf. Verbessert sollen auch die Funktionen Gesichtserkennung, Burst Mode (mehrere Fotoaufnahmen in Folge) sowie HDR-Video sein. Zusätzlich bietet das iPhone 6 eine Cinematic-Videostabilisation. Verwacklungen der Aufnahme rechnet das iPhone heraus.

Unsere Einschätzung

Die Fotofunktion des iPhone 6 bietet nichts Revolutionäres. Aber das braucht sie auch nicht, denn die Qualität war schon bisher gut. Der einzige Wermutstropfen ist, dass Apple nur dem iPhone 6 Plus einen optischen Bildstabilisator spendiert hat.

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