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iPhone 6S (Plus) mit 2 GB RAM

14.09.2015 | 11:43 Uhr |

Ein Entwickler hat mit Hilfe von Xcode herausgefunden, wie viel RAM in den neuen Chips des iPhone 6S und iPhone 6S Plus steckt.

Eine neue Farbe: Roségold, sonst ändert sich optisch nichts am neuen iPhone 6S und 6S Plus. Allerdings sollen nun sowohl das Aluminiumgehäuse als auch das Glas-Display nun kratzfester und insgesamt stabiler sein. Wie schon vermutet, versteckt Apple jede Menge neues Hightech im Gehäuse.

3D Touch ist das neue Force Touch

Den Namen hat Apple wohl recht kurzfristig geändert, denn Craig Federighi hat sich während der Keynote sogar selbst versprochen und "Force Touch" zu dem neuen Feature des iPhone 6S gesagt. Im Wesentlichen macht 3D Touch das, was wir schon von der Apple Watch her kennen. Drückt man etwas stärker auf das Display, löst iOS spezielle Kontext-sensitive Funktionen aus. Apple nennt das "Peek and Pop". Beispielsweise bekommt man eine Vorschau angezeigt, wenn man auf eine Email in der Liste tippt, ohne sie gleich ganz zu öffnen. Lässt man los, schließt sich die Vorschau wieder. Drückt man noch etwas stärker, öffnet sich die Mail ganz normal. Dabei gibt es ähnlich wie bei der Apple Watch ein haptisches Feedback, also kurze Vibrationen.

3D Touch ist nicht nur Marketingsprech von Apple, sondern unterscheidet sich auch technisch von Force Touc, das Apple vor einem Jahr für die Apple Watch vorgestellt hat und seit dem Frühjahr auch in Macbooks (Pro) einbaut. Im Gegensatz zu Force Touch erkennt 3D Touch eine dritte Druckstärke, was "peek" und "pop" überhaupt erst ermöglicht. Auf der Apple Watch drückt man für einen Force Touch einmal fest und wartet auf die Reaktion der Taptic Engine, das iPhone reagiert wesentlich sensibler und schneller auf den Druck. Erst im Juli hatte Apple ein Patent auf eine Technik erhalten , die drei Stärken der Berührung akkurat unterscheiden kann. Eine zweite Generation der Apple Watch könnte ebenso auf 3D Touch setzen wie künftige Generationen der Macbook, spekuliert das Magazin Wired . Die Taptic Engine für 3D Touch nimmt jedoch in den neuen iPhones nennenswert Platz ein.

Auch im Home-Screen ist 3D Touch nützlich, denn hier kann man Apps direkt beim Starten schon bestimmte Befehle mitgeben. Bei stärkerem Druck auf das App-Icon öffnte sich dann ein Kontextmenü. Die Dropbox-App beispielsweise startet und zeigt dann direkt den Dropbox-Ordner. 3D Touch hat auch einen Nachteil, denn das iPhone 6S wird dadurch um 0,2 Millimeter dicker und 14 Gramm schwerer (beim iPhone 6S Plus sind es 20 Gramm). Das dürfte allerdings in der Praxis kaum etwas ausmachen.

Neue Generation mit 2 GB Arbeitsspeicher

Wie inzwischen durch einen findigen Entwickler namens Hamza Sood bekannt wurde, soll das neue iPhone 6S über doppelt soviel Arbeitsspeicher wie das iPhone 6, nämlich 2 GB statt 1 GB verfügen. Somit dürfte man auch in dieser Hinsicht mit einem höheren Arbeitstempo rechnen. Sood hat diesen Hinweis in den sogenannten Asset Catalogs der Apple-Entwicklungsumgebung für iOS-, Watch-OS und OS X-Programme namens Xcode 7 gefunden. Dort fand er auch eine Bestätigung für die versehentliche Bekanntgabe durch Adobe, dass das neue iPad Pro ebenfalls eine Verdopplung des Arbeitsspeichers von 2 auf 4 GB RAM erhalten soll. (tha)

Bessere Kameras und Live Photos

Klar war bereits im Vorfeld, dass Apple die Kameras verbessern würde. Die rückwärtige Kamera bietet nun 12 Megapixel Auflösung, wobei Apple betont, dass die höhere Auflösung nicht auf Kosten der Bildqualität gehe. Man habe viel technischen Aufwand in den neuen Sensor gesteckt, um Farbverfälschungen entgegenzuwirken. Videos nimmt die Kamera nun in 4K-Auflösung auf. Die optische Bildstabilisierung bleibt allerdings nach wie vor dem 5,5-Zoll froßen Plus-Modell vorbehalten.

Auch die Facetime-Kamera hat Apple verbessert, sie löst nun mit 5 Megapixel auf und benutzt das Display als True-Tone-Blitz. Das heißt, dass sich die Farbe des Display-Blitzes dem Umgebungslicht anpasst. Ganz ähnlich arbeitet ja auch der LED-Blitz auf der Rückseite.

Das eigentlich Highlight sind aber die neuen Live Photos: Das Phone 6S schießt nun standardmäßig nicht nur ein einziges Standbild sondern stets ein kurze Bildersequenz (mit Ton) also ein Kurzvideo, das etwa drei Sekunden lang ist (1,5 Sekunden vor und 1,5 Sekunden nach dem eingentlichen Standbild). Mit der 3D-Touch-Vorschaufunktion kann man sich diese Kurzvideos jederzeit wieder ansehen. Synchronisiert man diese Live Photos auf das iPad, den Mac oder die Apple Watch, werden die Kurzvideos mit übertragen und man kann sie sich auch dort jederzeit ansehen.

LTE Advanced

Die Anbindung an das Mobilfunknetz hat Apple ebenfalls verbessert. Mit 23 Funkbändern soll das iPhone 6S nun mehr Unterstützung für internationales Roaming bieten als jedes andere Smartphone. Die Geschwindigkeit soll sich dabei auch signifikant erhöhen. Bis zu 300 Mbit/s sollen möglich sein, was aber immer auch vom Mobilfunkprovider abhängt.

A9-CPU

Der neue Apple A9-Chip soll insgesamt für mehr Speed im iPhone sorgen. 70 Prozent soll er schneller rechnen als der Vorgänger, die Grafikeinheit soll mit 90 Prozent sogar fast doppelt so schnell sein. Das dürfte sich vor allem in Spielen und beim Berechnen von aufwändigen Webseiten auswirken. Wieviel RAM-Speicher im neuen iPhone steckt verrät Apple noch nicht, das wird erst ein Test klären. Der Touch-ID-Sensor soll auch schneller geworden sein und Fingerabdrück nun noch flotter erkennen.

Preise und Lieferbarkeit

Die neuen iPhones kann man ab dem 12.9.2015 vorbestellen, die Auslieferung erfolgt am 25.9.2015. Die Preise gestalten sich wie folgt:

iPhone 6s 16 GB: 739 Euro

iPhone 6s 64 GB: 849 Euro

iPhone 6s 128 GB: 959 Euro

iPhone 6s Plus 16 GB: 849 Euro

iPhone 6s Plus 64 GB: 959 Euro

iPhone 6s Plus 128 GB: 1069 Euro

Es ist zwar im iPhone 6S (Plus) nicht alles anders geworden, wie Apple in seiner Werbung behauptet, aber doch mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich. Die neue Farboption roségold ist jedoch der Renner bei den am 11. September gestarteten Vorbestellungen, berichtet nun Macrumors . Die Gerüchtesite kommt zu ihre Schluss durch den Fakt, dass die Lieferzeit für das neue Modell schnell auf 2-3 Wochen angestiegen war, während die iPhones in den etablierten Farben schneller zu haben sind. Sollte das kein Trugschluss sein, wollen Käufer des iPhone 6S (Plus) anscheinend auf den ersten Blick zeigen, dass sie ein neues Gerät erworben haben. Zahlen zu den Vorbestellungen könnte Apple womöglich heute Nachmittag nennen, technische Probleme wegen zu großen Andrangs auf die Server hat es nur vereinzelt gegeben. Besonders in China kommt die neue iPhone-Generation bei den Kunden an, will Re/code wissen . Hier zählt aber nicht die Farbe, sondern die Größe, vor allem das iPhone 6S Plus ist nun schon schwer lieferbar. Das iPhone 6S (Plus) Scheint also tatsächlich wieder zum Kassenschlager zu werden.

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